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Landeshauptstadt: Wie warme Semmeln

Potsdams Grundstücke und Wohnungen verkaufen sich zu Bestpreisen. Am teuersten sind sie in der Innenstadt und in Babelsberg

Von Katharina Wiechers

Stand:

Mehr verkaufte Häuser, mehr verkauftes Bauland, mehr Umsatz: Der Immobilienmarkt in Potsdam brummt nach wie vor. 565,9 Millionen Euro wurden 2012 in der Branche ausgegeben, ein Viertel mehr als 2011, wie aus dem am Donnerstag vorgestellten aktuellen Grundstücksmarktbericht hervorgeht. Wie schon in der Vergangenenheit erzielte die Brandenburger Straße Spitzenwerte, aber auch in den nördlichen Vorstädten und in Babelsberg legten die Richtwerte deutlich zu, wie der Chef des Gutachterausschusses, Winfried Schmidt, sagte.

Häuser

341 Häuser wechselten 2012 in Potsdam den Besitzer, seien es Ein- oder Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften oder Reihenhäuser. Das waren zwar 16 Prozent mehr als im Vorjahr, allerdings wurde dafür insgesamt 18 Prozent weniger Geld ausgegeben. Grund dafür war vor allem, dass Reihen- und Doppelhaushälften günstiger als im Vorjahr waren. Bei Einfamilienhäusern – zu denen auch die Luxusvillen in der Stadt gehören – zogen die Preise wiederum an. Zwischen 1190 Euro und 3645 Euro pro schwankten die Preise für einen Quadratmeter Wohnraum. Ein Beispiel: Für ein nach 1991 gebautes Einfamilienhaus wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich 345 000 Euro ausgegeben. Auch der Verkauf von Bauland für Wohnhäuser ging 2012 nach oben: 220 Baugrundstücke wurden ge- beziehungsweise verkauft, das waren 14 Prozent mehr als 2011. Überall blieben die Bodenrichtwerte auf dem Vorjahreswert oder stiegen an, vor allem in der Innenstadt und in Babelsberg. Die höchste Wertsteigerung wurde in Klein Glienicke verzeichnet: Dort kostete ein Quadratmeter Bauland 300 Euro, das waren 50 Euro mehr als 2012. Auch am Griebnitzsee, in der Berliner Vorstadt und am Neuen Garten zogen die Preise ordentlich an: Dort mussten Käufer überall noch einmal 40 Euro mehr als 2011 zahlen. Um immerhin noch 30 Euro stieg der Wert in der Babelsberger Scheffelstraße. Nur in einem einzigen Potsdamer Stadtteil sank der Bodenrichtwert um zehn Euro pro Quadratmeter: im Gewerbegebiet Potsdam-Süd.

Wohnungen

685 Wohnungen wurden 2012 in Potsdam gekauft, das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei wurden insgesamt 120,3 Millionen Euro umgesetzt, 20 Prozent mehr als 2011. Am teuersten waren mit je 3190 Euro pro Quadratmeter sanierte Altbauten im Erstverkauf sowie nach der Wende entstandene Wohnungen. Weitaus günstiger zu haben mit durchschnittlich 1030 Euro pro Quadratmeter waren hingegen Wohnungen aus der Zeit von 1960 bis 1990.

Mehrfamilienhäuser

Während die Zahl der verkauften Mehrfamilienhäuser mit 67 genauso hoch war wie im Vorjahr, schoss der damit erzielte Umsatz um 73 Prozent auf 126,8 Millionen Euro nach oben. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der erworbenen Bauflächen für Mehrfamilienhäuser um neun Prozent auf 39. 62 Prozent weniger Umsatz wurden in diesem Sektor gemacht.

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