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Sport: Wieder Deutscher Meister!

Turbine Potsdams B-Juniorinnen schlugen im Endspiel daheim den FC Bayern München mit 3:0

Stand:

Sie tanzten singend im Kreis, warfen sich vor den offiziell 382 Zuschauern auf den regennassen Rasen und ließen den Siegersekt spritzen: Ausgelassen bejubelten Potsdams Turbine-Youngster am Sonnabend ihren insgesamt fünften Deutschen Meistertitel der B-Juniorinnen – den vierten in Folge! Nach einem jederzeit verdienten und überzeugenden 3:0 (2:0)-Endspielsieg auf dem heimischen Waldstadt-Sportplatz über den FC Bayern München wurden sie entsprechend lautstark von ihren Fans gefeiert. Während Franziska Hagemann (12., 78.) und Marie-Luise Bagedorn (33.) Turbine sehenswert zum Sieg köpften und schossen, hatten die Gäste keine wirklich große Torchance.

„Ein verdienter Sieg. Turbine hatte eine starke, flexible Abwehr, die sehr modern spielte", erklärte Ex-Nationaltrainerin Tina Theune-Meyer, die nun als DFB- Mitarbeiterin für Talentförderung zusah. Gisela Gattringer, die Mädchenfußball- Ausschussvorsitzende des DFB, betonte währenddessen bei der Pokalübergabe: „Turbine war nur in einem der bisherigen sieben Endspiele nicht dabei und gewann nun zum fünften Mal – das zeigt die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit in diesem Verein.“ Ein Lob, das vor allem Turbines Nachwuchs-Chefin und Trainerin Sabine Seidel galt, die mit ihren B-Juniorinnen im Jahr 2000 mit einem 7:1-Heimsieg ebenfalls gegen Bayern München diese bislang einmalige Serie begonnen .

Zum dritten Mal in Folge konnte sich Doppel-Torschützin Franziska Hagemann als Deutsche Meisterin feiern lassen. „Wir waren uns vorher keineswegs sicher zu gewinnen, aber dann fanden wir schnell zu unserem Spiel“, erzählte die Stürmerin, die zunächst nach einem Eckball Lea Notthoffs vorm Bayern Tor am höchsten sprang und einköpfte, ehe sie nach einem Lattentreffer Sabrina Mohrs das zurückspringende Leder im Nachschuss zum Endstand versenkte. Sehenswert war auch das 2:0: Bagehornnahm im Mittelfeld Münchens Ramona Werner den Ball ab, dribbelte halbrechts in den Strafraum und vollendete mit straffem Schuss in die lange linke Ecke.

Turbine hätte sogar noch höher gewinnen können, doch Mannschaftskapitän Wiebke Balcke traf zweimal die Querlatte (57., 68.). „Wer die Tore macht, ist doch egal. Das war heute ein tolles Spiel unserer gesamten Mannschaft, eine hat für die andere gekämpft“, meinte sie, und Sabine Seidel gestand: „Ich bin stolz auf diese Truppe. Das war heute unser bestes Spiel.“

Turbine: Werth; Guhr, Braun, Brosius, Willers; Lindner (21. Mohr), Notthoff, Schödel, Bagehorn; Hagemann, Balcke. M. M.

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