Auswärtsspiel in Göttingen : Alba Berlin: Leichter gesagt als getan

Nach dem spannenden Eurocup-Sieg gegen Vilnius wartet der Bundesliga-Alltag auf die Berliner Basketballer. Am Samstag spielt Alba in Göttingen.

Gegen Vilnius steigerten sich Alba Berlin und Stefan Peno (rechts) erst nach der Pause.
Gegen Vilnius steigerten sich Alba Berlin und Stefan Peno (rechts) erst nach der Pause.Foto: Jörg Carstensen/dpa

Wenn bei Sportlern über hohe Belastung diskutiert wird, geht es meist um die physische Anstrengung. Schwere Beine nach dem Spiel, Muskelkater, Verletzungen. Etwas vernachlässigt wird dabei oft der mentale Aspekt. Alle drei Tage ein Spiel bedeutet eben auch: viele Reisen, wenig Training, kaum Zeit für die taktische Vorbereitung auf den nächsten Gegner. "In der Mitte der Saison ist es immer der Knackpunkt, dass man sich schnell auf das nächste Spiel fokussiert", sagt Niels Giffey.

Der deutsche Basketball-Nationalspieler hat mit Alba Berlin gerade erst erlebt, wie schwierig das sein kann. Nach dem Kantersieg im Pokalhalbfinale gegen Frankfurt spielten die Berliner nur zwei Tage später im Eurocup gegen Rytas Vilnius – und lagen am Dienstag nach einer schwachen ersten Halbzeit mit 18 Punkten in Rückstand. Alba gewann das Spiel noch, Trainer Aito Garcia Reneses warnte trotzdem: "Es ist nicht jedes Mal möglich, so ein ein Spiel am Ende noch zu drehen."

Die Berliner wissen also, worauf es am Samstag (18 Uhr, live bei "Magentasport") im Auswärtsspiel bei der BG Göttingen ankommt: Volle Konzentration und Intensität, um den Gegner bloß nicht zu unterschätzen. "Man spricht darüber, man nimmt sich etwas vor, manche Sachen sind aber leichter gesagt als getan", erklärt Joshiko Saibou. Die Ausgangslage vor dem Gastspiel in Niedersachsen ist ziemlich eindeutig – und damit mental besonders gefährlich. In 17 Spielen haben die Göttinger nach ordentlichem Start schon elf Mal verloren, Alba ist individuell durchgehend besser besetzt und in nahezu jeder Statistik überlegen. Das Hinspiel gewann Alba in eigener Halle mit 95:68. Aber darüber sollten die Berliner am besten erst gar nicht nachdenken.

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