Basketball-Bundesliga : Alba Berlin müht sich zum Sieg gegen Bamberg

Alba nimmt Revanche gegen Bamberg für die Niederlage im Pokalfinale. Dabei patzen die Berliner schwer von der Dreier-Linie.

Bambergs Cliff Alexander (l-r) wurde hart bekämpft von den Berlinern - allen voran von Landry Nnoko (hinten).
Bambergs Cliff Alexander (l-r) wurde hart bekämpft von den Berlinern - allen voran von Landry Nnoko (hinten).Foto: Nicolas Armer/dpa

Revanche kann ein schönes psychologisches Aufputschmittel sein. So wollte auch der Basketball-Bundesligist Alba die bittere Finalniederlage im Pokalfinale vor sechs Wochen in Bamberg am Sonntag wenigstens ein bisschen vergessen machen – und schaffte das auch. Alba setzte sich dieses Mal in Bamberg 69:66 (9:20, 24:13, 17:17, 19:16) durch.

Für beide Teams ging es um viel. Sie sind aktuell Tabellennachbarn und möchten in den bald anstehenden Play-offs vor allem dem FC Bayern möglichst lange aus dem Weg gehen. Nervös begannen zunächst die Gäste. Insbesondere die Ausbeute von jenseits der Drei-Punkte-Linie war katastrophal. Die Berliner verwarfen ihre ersten zwölf Versuche aus der Distanz. Die Bamberger dagegen wählten die einfachere Variante über ihren Center Cliff Alexander – mit Erfolg. Immer wieder setzte sich der US-Amerikaner unter dem Korb durch. Schnell stand es 10:2 und im weiteren Verlauf konnten die Franken ihren Vorsprung auch dank erfolgreicher Dreier von Patrick Heckmann und Bryce Tailor auf 20:9 erhöhen.

So musste Alba früh eine Aufholjagd starten – und das tat die Mannschaft von Trainer Aito Garcia. Plötzlich streuten die Berliner ein paar Dreier ein und Kapitän Niels Giffey brachte sich durch eigene Punkte und kluge Anspiele immer wieder gewinnbringend ein. Die Bamberger dagegen verloren ihren Rhythmus. Was auch daran lag, dass der sonst so treffsichere Tyrese Rice bei den Franken nicht ins Spiel fand. Ähnliches galt im Übrigen für Albas sonstigen Top-Scorer Rokas Giedraitis. So ging es mit einem 33:33 in die Halbzeitpause und auch ein Viertel später stand ein maues 50:50 auf der Anzeigetafel. Im Schlussviertel ging der Krampf weiter – mit besserem Ende für die Berliner, die schon an diesem Dienstag in der Arena am Ostbahnhof Ulm empfangen (19 Uhr). (Tsp)

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