Basketball-Eurocup : Alba Berlin siegt gegen Monaco

Die Rache des Luke Sikma: Alba beherrscht den AS Monaco und gewinnt das erste Spiel der Eurocup-Zwischenrunde 83:74.

Martin Einsiedler
Gut dabei. Albas Landry Nnoko (links) beim Wurf.
Gut dabei. Albas Landry Nnoko (links) beim Wurf.Foto: Imago/Matthias Koch

Vier Minuten vor Schluss war richtig Alarm in der Arena am Ostbahnhof. Viele der rund 8000 Zuschauer klatschten und sangen. Albas Spielmacher Stefan Peno war soeben auf den gegnerischen Korb zugerast und hatte mit einem wuchtigen Dunking vollendet. 76:66 stand es da, es war die Vorentscheidung im Spiel gegen den AS Monaco. Am Ende gab die Anzeigetafel ein 83:74 (18:15, 26:23, 21:15, 18:21) aus. Die Basketballer von Alba Berlin gewannen also ihr erstes Spiel in der diesjährigen Zwischenrunde des Eurocups. „Es war wichtig, dass wir so gut ins neue Jahr reingekommen sind“, sagte Tim Schneider. Der 21-Jährige spielte überragend, traf alle seine Würfe und kam auf 16 Punkte.

 Das neue Jahr hatte für Alba mit einem gewonnenen Sprungball begonnen. Landry Nnoko setzte sich im Duell mit Elmedin Kikanovic durch. Letzterer spielte zwischen 2015 und 2017 bei den Berlinern und erwies sich damals schon als zielsicherer Werfer. Diese Fähigkeit hat er bis heute beibehalten. Seine erste Aktion am Donnerstag gegen Alba: Ein blitzsauberer Zwei-Punkte-Wurf ohne Ringberührung. Viele weitere Würfe dieser Art sollten von ihm folgen.

Nur Kikanovic hält bei Monaco dagegen

Im ersten Viertel hielten die Berliner zunächst einmal mit der bloßen Kraft Nnokos dagegen. Doch es mangelte dem kräftigen Mann etwas an Unterstützung. Die Berliner Guards verwarfen häufiger. Selbst das Alba-Maskottchen zielte mit einem Geschoss, das T-Shirts für die Zuschauer bereithielt, einmal vorbei und blieb an der Anzeigetafel hängen.

 Trainer Aito Garcia Reneses bleibt offensichtlich auch im neuen Jahr seinem Motto treu und vertraut den vielen jungen Berliner Spielern. Der 17-Jahre alte Franz Wagner kam am Donnerstag genauso zum Einsatz wie der nur drei Jahre ältere Bennet Hundt. Die Regie übernahm aber ein anderer, Luke Sikma. Monacos Eric Buckner hatte Ende des zweiten Viertels vermutlich einen folgenschweren Fehler gemacht: Er blockte einen Dunkversuch Sikmas und lachte dem Alba-Spieler ins Gesicht. Der lachte zurück und war fortan vom Gegner nicht mehr zu kontrollieren. Alba zog dank Sikma und des ebenfalls treffsicheren Tim Schneider davon, ging mit zehn Punkten Vorsprung ins Schlussviertel. Dort stemmte sich der nimmermüde Kikanovic (26 Punkte) einsam gegen die Niederlage.

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