Bundesliga : Wie der Videobeweis Leipzig rettete

Viermal hat Leipzig gegen Bayern verloren - zuletzt weil der Videobeweis fehlte. Am Sonntag verhinderten die TV-Bilder eine neue Enttäuschung.

Timo Werner kann sich freuen. Sein Tor reichte zum Sieg gegen Bayern.
Timo Werner kann sich freuen. Sein Tor reichte zum Sieg gegen Bayern.Foto: Soeren Stache/dpa

Leipzig, Bayern, Videobeweis? Da war doch was. Der ein oder andere Leipzig-Fan dürfte beim Pfiff in der 86. Minute am Sonntagabend ein Déjà-vu erlebt haben. Noch nie konnte der Klub in seiner kurzen Vereinsgeschichte gegen die Bayern gewinnen, dafür gab es bittere Niederlagen. Zuletzt in der zweiten Runde des DFB-Pokals, als RB erst im Elfmeterschießen unterlag. Vorausgegangen war dem eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Felix Zwayer, der ein Foul von Vidal an Forsberg vor den Strafraum verlegte. Das brachte Sportdirektor Ralf Rangnick derart in Range, dass er in der Halbzeit Zwayer die Szene nochmal auf seinem Handy abspielte. Ohne Erfolg. Der Videobeweis kommt im DFB-Pokal erst ab dem Viertelfinale zum Einsatz.

In der Bundesliga konnte und wollte sich Marco Fritz nach dem Handspiel von Stefan Ilsanker im Strafraum noch einmal die Videobilder ansehen. Und sah dort, dass dem Österreicher der Ball unabsichtlich vom Schienbein an die Hand gesprungen war. Kein Strafstoß, keine weitere Enttäuschung, sondern der erste Erfolg gegen die Bayern in der Leipziger Vereinsgeschichte, die immerhin schon älter ist, als die des Videobeweises.

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