zum Hauptinhalt
Im dritten Duell am Mittwoch in Berlin gab es gegen die Volleys nichts zu holen.
© Imago

Folgen die BR Volleys Friedrichshafen ins Finale?: Das Traditionsduell vor Augen

Ein Sieg fehlt den BR Volleys noch zum Einzug ins Meisterschaftsfinale. Am Samstag wollen sie in Frankfurt die Serie möglichst schon zumachen.

Es war eine Ansage mit Wirkung: Erst vor wenigen Tagen hatte Trainer Cédric Énard sein Team, die BR Volleys, dazu aufgefordert, sich zu steigern, die Play-offs ernst zu nehmen und gegen Frankfurt kein Spiel der Best-of-five-Serie auf die leichte Schulter zu nehmen. Diese Ansage war dringend nötig, nachdem die Volleys unkonzentriert an das zweite Spiel herangegangen waren und im Tiebreak unterlagen.

Auch Geschäftsführer Kaweh Niroomand hatte betont: „Nur weil wir die BR Volleys sind, ist der Sieg nicht automatisch verbucht.“ Diese Forderung nahmen die Spieler sich offenbar zu Herzen, denn beim dritten Spiel am Mittwochabend wirkten sie deutlich fokussierter und Benjamin Patch und Timothée Carle kamen mit ihren Angriffen wieder besser gegen Frankfurts Block durch. Vor allem im Aufschlag steigerte sich das Team erheblich.

Nun liegen die Volleys mit 2:1 vorne und könnten sich beim vierten Spiel in Frankfurt an diesem Samstag (19 Uhr/Spontent) einen Platz im Finale sichern. Ihrem Dauerkonkurrenten aus Friedrichshafen ist das nach drei Siegen gegen Düren bereits gelungen.

Dass der VfB sich so schnell qualifiziert, hätte wohl noch vor ein paar Wochen niemand erwartet, nachdem sie in dieser Saison immer wieder geschwächelt hatten, was vor allem vielen Coronafällen und der schwierigen Hallensituation geschuldet war. Nun sieht es aber ganz nach einem Traditionsduell zwischen Berlin und Friedrichshafen aus, sollte Frankfurt nicht noch eine große Überraschung gelingen.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Trotzdem warnt Außenangreifer Ruben Schott, der sich von seinen muskulären Problemen im Oberschenkel erholt hat und beim vergangenen Spiel besonders hervortun konnte: „Die Aggressivität vom Mittwoch ist es, was wir brauchen. Ich habe schon nach dem Auftaktsieg gesagt, dass man sieht, wie gefährlich Frankfurt ist, wenn wir auch nur ein bisschen nachlassen.“

Das sei beim zweiten Spiel deutlich geworden und dürfe seinem Team nicht noch einmal passieren. Auch Teamkollege Jeffrey Jendryk rechnet mit einem „intensiven“ Duell: „Frankfurt hat nichts zu verlieren, wird um jeden Punkt kämpfen. Das darf bei uns nicht anders sein.“

In der Bundesliga konnten die Volleys sich in dieser Saison jedes Mal gegen Friedrichshafen durchsetzen; dafür unterlagen sie allerdings im Pokal-Halbfinale mit 2:3 – eine Niederlage, mit der die Berliner lange zu kämpfen hatten. Das nächste Aufeinandertreffen könnte es in sieben Tagen geben – vorausgesetzt natürlich, dass die Volleys gegen Frankfurt noch einmal volle Konzentration zeigen und beweisen, dass sie aus der Niederlage gelernt haben.

Zur Startseite