Eisbären Berlin : Clément Jodoin wird neuer Eisbären-Cheftrainer

Im Gespräch war er seit dem Abgang von Uwe Krupp: Nun hat Clément Jodoin einen Ein-Jahres-Vertrag als Cheftrainer bei den Berliner Eisbären unterschrieben.

Alt und neu. Jodoin (rechts) mit Steffen Ziesche (Mitte) und Ex-Trainer Uwe Krupp.
Alt und neu. Jodoin (rechts) mit Steffen Ziesche (Mitte) und Ex-Trainer Uwe Krupp.Foto: Imago

Die Eisbären haben einen Nachfolger für Uwe Krupp gefunden. Clément Jodoin wird neuer Trainer des Klubs aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Nach Informationen des Tagesspiegels erhält der Kanadier, zuletzt schon Co-Trainer unter Krupp bei den Eisbären, einen Ein-Jahres-Vertrag. Steffen Ziesche wird sein Assistent, als weiterer Co-Trainer ist Daniel Naud, kanadischer Landsmann von Jodoin, im Gespräch. Eine Bestätigung des Klubs steht noch aus.

Ursprünglich wollte Krupp seinen Co-Trainer mit zu seinem neuen Klub Sparta Prag nehmen, aber dieser Plan scheiterte, wie am Rande der Eishockey-WM in Dänemark zu erfahren war. Jodoin ist 66 Jahre alt und hat viel Erfahrung im internationalen Eishockey.

Lange Zeit war er in der National Hockey-League Co-Trainer, auch unter dem ehemaligen Eisbären-Trainer Pierre Pagé bei den Quebec Nordiques (von 1992 bis 1994). Zudem war er bei Cheftrainer Pat Cortina auch im Jahr 2012 Assistent bei der deutschen Nationalmannschaft, das allerdings weniger erfolgreich.

Vom Co-Trainer zum Chef: Jodoin kennt das Team sehr gut

Die Eisbären setzen mit Jodoin auf Kontinuität, der Kanadier kennt die Mannschaft gut, er hat sie vergangene Saison mit Krupp bis ins schließlich verlorene DEL-Finale gegen München geführt. Jodoin gilt als großer Taktiker, seine Auftritte an der Bande sind oft sehr impulsiv.

Als er im Mai 2017 nach Berlin kam sagte Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer: „Clément ist ein absoluter Eishockeyexperte. Er hat einen unglaublichen Erfahrungsschatz und technisches Wissen.“ Als Cheftrainer ist Jodoin allerdings bislang wenig in Erscheinung getreten, insofern dürfte das neue Amt bei den Eisbären auch eine Herausforderung für den Kanadier werden.

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