Eisschnelllauf-Olympiasiegerin beendet Karriere : Stephanie Beckert hört auf

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Stephanie Beckert hat nach vielen Verletzungsrückschlägen ihre Karriere beendet.

Stiller Abgang. Stephanie Beckert 2012 bei einem Wettkampf im Sportforum Berlin.
Stiller Abgang. Stephanie Beckert 2012 bei einem Wettkampf im Sportforum Berlin.Foto: Schreiber/AP

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Stephanie Beckert hat nach vielen Verletzungsrückschlägen ihre Karriere beendet. Dazu habe sie sich nach langem Überlegen und vielen Tränen entschieden, schrieb die 31 Jahre alte Erfurterin am Dienstag auf ihrer Facebook-Seite. Ihre größten Erfolge feierte die Langstrecklerin 2010 bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver mit Gold in der Team-Verfolgung sowie Silber über 3000 und 5000 Meter.
„Es war ein unfassbar schönes Erlebnis, auf das ich unglaublich stolz bin und immer wieder gerne zurückblicke“, erklärte Beckert. „Es ist schwer in Worte zu fassen, was für ein unglaubliches Gefühl es ist, sich diesen Traum erfüllt zu haben“, meinte sie mit Blick auf den Gewinn der drei Olympia-Medaillen. Daran konnte die einstige WM-Zweite in den folgenden Jahren auch wegen zunehmender gesundheitlicher Probleme aber immer seltener anknüpfen. Schlagzeilen gab es höchstens noch aufgrund ihres distanzierten Verhältnisses zu Claudia Pechstein, der erfolgreichsten deutschen Läuferin aller Zeiten.
Der Gedanke an den Rücktritt sei in den letzten Monaten immer mehr gereift. „Nach so vielen Jahren Leistungssport ist es dann auch wichtig, die Zeichen des eigenen Körpers zu erkennen und zu akzeptieren“, schrieb die Schwester von Weltklasse-Langstreckler Patrick Beckert. Zu ihren Zukunftsplänen äußerte sie sich nicht. (dpa/Tsp)

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