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Handball-WM: Deutsche Frauen spielen um Platz fünf
Deutschlands Handballerinnen haben sich vom Schock gegen Schweden erholt und Tschechien klar besiegt. Ein Erfolg zum WM-Abschluss wäre wichtig für Olympia.
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Deutschlands Handballerinnen haben sich nach dem bitteren Viertelfinal-Aus mit einem Sieg zurückgemeldet und spielen am Sonntag um ihr bestes WM-Ergebnis seit 2007. Zwei Tage nach der Klatsche gegen Schweden gewann die DHB-Auswahl ihr erstes Platzierungsspiel gegen Tschechien 32:26 (14:12) und kann mit einem weiteren Sieg am Sonntag die WM als Fünfter abschließen. Mögliche Gegner sind dann die Niederlande oder Montenegro.
Ein Erfolg zum WM-Abschluss wäre nicht nur für die Stimmung im Team wichtig, die DHB-Auswahl könnte sich so auch eine gute Ausgangsposition für das Olympia-Qualifikationsturnier im Frühjahr verschaffen. Das Ticket für das Turnier hatte sich das deutsche Team mit dem Einzug ins Viertelfinale gesichert. Beim Sieg über Tschechien war Viola Leuchter mit sechs Treffern beste deutsche Werferin.
Im Gegensatz zum Schweden-Spiel erwischte die DHB-Auswahl gegen das Nachbarland vor gerade einmal 200 Zuschauern einen deutlich besseren Start. Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch lag nach 13 Minuten komfortabel mit 8:3 in Führung. Im Viertelfinale hatte Deutschland 14 Minuten auf sein erstes Tor warten müssen.
Nach der Pause spielte Deutschland wie ausgewechselt
So überzeugend wie in der Gruppenphase war der deutsche Auftritt zunächst aber nicht. Der Abwehrblock stand, doch im Angriffsspiel agierte das DHB-Team zu unkonzentriert. „Vorne sind wir zu kompliziert. Wir brauchen nicht schön hin- und herspielen, geht da bedingungslos bis zum Ende durch“, forderte Gaugisch an der Seitenlinie.
Die Torausbeute blieb aber mau und Tschechien kämpfte sich auf ein Tor heran (12:13). Deutschland verzweifelte nun reihenweise an Torhüterin Petra Kudlackova. Vor allem über die Außenpositionen scheiterten Antje Döll und Johanna Stockschläder in dieser Phase im Minutentakt. Die Halbzeit-Führung mit zwei Toren war knapper als nötig.
Gaugischs Kabinen-Ansprache zeigte Wirkung und das DHB-Team präsentierte sich nach Wiederanpfiff wie ausgewechselt. Vier schnelle deutsche Tore zwangen Tschechiens Trainer nach nicht einmal drei Minuten zur ersten Auszeit. Über Rückraumspielerin Xenia Smits und Teenagerin Leuchter spielte Deutschland seine Tempogegenstöße konsequent aus, die tschechische Offensive blieb fehleranfällig.
Das Team von Co-Kapitänin Alina Grijseels verwaltete seinen Vorsprung bis zum Ende ohne Probleme. Egal, ob es am Sonntag gegen Montenegro oder die Niederlande geht - die Aufgabe dürfte aus deutscher Sicht deutlich schwerer werden. (dpa)
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