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Angreifer Christian Constantin, Präsident des FC Sion (Archiv).

© Reuters/Pascal Lauener

Schweizer Fußballfunktionär attackiert TV-Experten: "Ich habe ihn geschlagen und getreten - das hat gut getan"

Wild West in der Schweiz: Der Präsident des FC Sion hat einen TV-Experten geohrfeigt, angerempelt und mit Tritten attackiert - der angegriffene Trainer Rolf Fringer ist entsetzt.

Ein erboster Fußballfunktionär hat in der Schweiz am Spielfeldrand einen kritischen TV-Experten geohrfeigt, angerempelt und mit Tritten attackiert. Opfer war der ehemalige Schweizer Nationalcoach Rolf Fringer, der auch schon als Trainer beim VfB Stuttgart gearbeitet hat. Fringer ging zu Boden, als der Präsident des FC Sion, Christian Constantin, zuschlug. Fernsehkameras fingen die Entgleisung teilweise ein. Die Fußballliga SFL verurteilte das Verhalten „aufs Schärfste“. Die Disziplinarkommission werde den Vorfall untersuchen.

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Fringer: "Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen"

Fringer, der das Spiel für einen Fernsehsender kommentiert hatte, blieb unverletzt. Anschließend zeigte sich der 60-Jährige entsetzt. „Natürlich kritisiert man. Aber dies zeigt, dass solche Leute nur austeilen und nicht einstecken können“, sagte Fringer. „Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.“ Constantin, einer der reichsten Geschäftsmänner der Schweiz, zeigte im Interview keine Reue. "Rolf Fringer hat mich in dieser Woche kritisiert und schlecht behandelt. Ich habe diesen Fall mit ihm geregelt. Ich habe ihn geschlagen und in den Hintern getreten, das hat gut getan!"

Das Opfer der Attacke: Rolf Fringer.

© Imago

Nun habe er zusätzlich gegen Fringer eine Klage wegen Verleumdung und Verunglimpfung eingereicht, sagte er der Nachrichtenagentur "sda". Seine Mannschaft hatte das Spiel am Donnerstagabend beim FC Lugano mit 2:1 gewonnen. (dpa)

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