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Robert Glatzel (links, im Duell mit dem Stuttgarter Pascal Stenzel) brachte den Hamburger SV mit 1:0 in Führung.

© imago/Beautiful Sports/IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Tonhäuser

Lucky Punch in der Nachspielzeit: Der HSV siegt in Unterzahl 2:1 gegen den VfB Stuttgart

Durch einen Treffer in der letzten Minute der Nachspielzeit gewinnt der Hamburger SV 2:1 gegen den VfB Stuttgart. Die Hausherren spielten nach Gelb-Rot in Unterzahl.

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Der Jubel war ohrenbetäubend. Es lief die letzte Minute der Nachspielzeit - und ein aussichtsreicher Konter des Hamburger SV. Fabio Baldé trieb den Ball nach vorne, er passte in den Strafraum des VfB Stuttgart und fand seinen Kollegen Fabio Vieira. Der Portugiese traf und löste im Volksparkstadion eine Explosion der Gefühle aus.

Während der Aufsteiger HSV einen wichtigen 2:1 (1:0)-Erfolg feierte, musste der zuletzt formstarke VfB im Rennen um die internationalen Top-Ränge einen herben Rückschlag einstecken. Die mit einigen Personalwechseln angereisten Stuttgarter agierten gegen den in der Fußball-Bundesliga fünfmal in Folge sieglosen HSV über weite Strecken zu harmlos und verpassten es, auf den vierten Tabellenrang zurückzukehren.

Vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion traf der zuletzt weniger berücksichtigte Publikumsliebling Robert Glatzel (17. Minute) für den HSV zur Führung. Er wie Vorlagengeber Alexander Røssing-Lelesiit wurden zu tragischen Helden: Glatzel musste noch in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden, der Norweger wurde in der 81. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

Deniz Undav (54.) traf zum Ausgleich für die Gäste. Der Angreifer in Bestform erzielte den sechsten Stuttgarter Liga-Treffer nacheinander. In Unterzahl sorgte Fabio Vieira (90.+4) für Hamburger Glücksgefühle.

HSV-Coach Merlin Polzin hatte vor dem Spiel vor der Qualität des Gegners. Auf dem Platz sah der Trainer aber erst, wie seine Wechselpläne hervorragend aufgingen. Die von Beginn an gebrachten Profis Glatzel und Røssing-Lelesiit sorgten für Treffer eins. Der junge Norweger legte für den völlig freigelassenen Glatzel auf, der den Ball an Torwart Alexander Nübel vorbei ins Tor schoss.

Glatzel hatte sich in den vergangenen Monaten hinter der Konkurrenz anstellen müssen. Schon nach neun Minuten hatte sein abgefälschter Schuss die Latte berührt. Besonders bitter: Nach einer halben Stunde musste der 31-Jährige den Platz angeschlagen verlassen. Für ihn kam Ransford-Yeboah Königsdörffer.

Auf der Gegenseite kam Undav in die Partie und ersetzte nach 40 Minuten den verletzten Chris Führich. Die Stuttgarter waren im Vergleich zur Europa League auf sieben Positionen verändert gestartet. Die Leistungsträger Angelo Stiller, Jamie Leweling und Undav nahmen zunächst auf der Bank Platz.

Insgesamt blieb die erste Hälfte offensiv recht überschaubar, dafür war die Partie umkämpft. In der zweiten Hälfte kamen die Schwaben durch einen Fehler von HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes leicht wieder ins Spiel. Nach einem Schuss des eingewechselten Leweling parierte der Schlussmann den Ball leichtfertig nach vorn, Undav verwandelte zum Ausgleich.

Der HSV war der Führung sogar teils näher als der VfB. Nach einem verunglückten Freistoß des VfB in der HSV-Hälfte konterten die Gastgeber und kamen durch den eingewechselten Vieira spät zu ihrem ersten Sieg seit langem. (dpa)

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