zum Hauptinhalt
Jamie Leweling kommt aus Fürth nach Berlin.
© Matthias Balk/dpa
Update

Der 1. FC Union ist wieder früh dran: Nach Danilho Doekhi kommt auch Jamie Leweling

Unions Manager Oliver Ruhnert arbeitet weiter mit Hochdruck am neuen Kader. Vier Neuzugänge stehen bereits fest.

Der 1. FC Union hat die nächsten Neuzugänge für die kommende Saison verkündet. Von Absteiger Greuther Fürth kommt der flexibel einsetzbare Offensivspieler Jamie Leweling nach Berlin. Der 21 Jahre alte Juniorennationalspieler soll laut "Kicker" vier Millionen Euro Ablöse kosten und ist nach Paul Seguin schon der zweite Fürther, der nach dem Abstieg zu Union kommt. "In den letzten Jahren konnte man sehr gut beobachten, dass Union ein Verein ist, bei dem sich Spieler entwickeln und besser werden können. Für mich als junger Spieler ist das ein sehr wichtiger Punkt", wird Leweling zitiert.

Einen Tag zuvor hatte Union schon den Transfer von Danilho Doekhi verkündet. Der 23 Jahre alte Niederländer kommt von Vitesse Arnheim. Der Innenverteidiger führte den Tabellensechsten der Eredivisie in der vergangenen Spielzeit als Kapitän an und wechselte nun nach Ablauf seines Vertrages ablösefrei zum Europa-League-Teilnehmer nach Berlin.

„Mit dem Wechsel in die Bundesliga möchte ich den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen. Union ist eine riesige Chance für mich und ich will den Verein auf seinem Weg weiterbringen“, wird Doekhi in einer Vereinsmitteilung zitiert. „Ich habe in den Gesprächen außerdem das Gefühl gewonnen, dass ich mich hier weiter verbessern kann. Auch vom Stadion und der Atmosphäre hier habe ich schon einiges gehört.“

Danilho Doekhi (rechts) wechselt aus Arnheim zum 1. FC Union.
Danilho Doekhi (rechts) wechselt aus Arnheim zum 1. FC Union.
© IMAGO / Pro Shots

In der vergangenen Saison wurde Doekhi bei Vitesse in der Liga 29 Mal eingesetzt, dazu kommen elf Spiele in der Conference League. Dabei erzielte der Verteidiger vier Tore. Insgesamt stehen für ihn bereits 107 Erstligaspiele zu Buche. In der Jugend war Doekhi für seinen Heimatverein Excelsior Rotterdam sowie Ajax aktiv. In Amsterdam spielte Doekhi unter anderem mit Matthijs de Ligt und Justin Kluivert zusammen. Im Gegensatz zu seinen ehemaligen Kollegen wartet der Innenverteidiger noch auf sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Für die U 21 lief er fünf Mal auf.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

„Danilho besitzt die idealen Voraussetzungen für einen modernen Innenverteidiger. Er verfügt über eine starke Physis, ist aber gleichzeitig auch sehr agil“, sagt Unions Manager Oliver Ruhnert. „Dazu hat er als Kapitän von Vitesse gelernt, Verantwortung zu übernehmen.“

[Mehr guten Sport aus lokaler Sicht finden Sie – wie auch Politik und Kultur – in unseren Leute-Newslettern aus den zwölf Berliner Bezirken. Hier kostenlos zu bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Manager Ruhnert hat dieser Tage in jedem Fall genug zu tun. Neben Gesprächen über Zu- und Abgänge muss auch die Situation der Leihspieler geklärt werden. Bei Timo Baumgartl sieht es sehr danach aus, als würde PSV Eindhoven den Innenverteidiger noch ein weiteres Jahr in Berlin lassen. Rick van Drongelen, Tymoteusz Puchacz, Pawel Wszolek und Leon Dajaku müssten nach ihren Leihen zur neuen Saison nach Berlin zurückkehren. Es ist allerdings eher unwahrscheinlich, dass sie alle bei Union bleiben.

Ein besonderer Fall ist van Drongelen. Der Niederländer war vor Kurzem als Fahrer in einen Autounfall involviert, bei dem ein 18-Jähriger ums Leben kam. „Rick ist auf dem Weg der Besserung und plant, hierher zurückzukommen“, sagte Ruhnert, forderte aber Geduld. „Auch wenn er anscheinend völlig schuldlos ist, geht ihm das sehr nahe.“ Trainingsauftakt bei Union ist am 20. Juni, drei Tage später geht es in ein Kurztrainingslager nach Bad Saarow, bevor später in Österreich an der Form gearbeitet wird.

Zur Startseite