• Nach Krawallen in Dortmund: Gewalt in Fußball-Stadion: Personalisierte Eintrittskarten?

Nach Krawallen in Dortmund : Gewalt in Fußball-Stadion: Personalisierte Eintrittskarten?

Die Krawalle in Dortmund sorgen für eine neue Debatte um Sicherheit im Fußballstadion. NRW-Innenminister Reul (CDU) plädiert für personalisierte Tickets.

Viele Flammen schlug das Spiel BVB gegen Hertha.
Viele Flammen schlug das Spiel BVB gegen Hertha.Foto: Patrick Stollarz/AFP

In der Diskussion um Gewalt in Fußball-Stadien hat Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) die Ausgabe von registrierten Tickets ins Gespräch gebracht. „Wir müssen überlegen, wie wir die Einlasskontrollen an den Stadiontoren professionalisieren und ob wir bei Hochrisikospielen nicht personalisierte Eintrittskarten brauchen“, sagte der Politiker der „Bild“ (Dienstag).

Zuletzt hatte es massive Ausschreitungen von Hertha-Fans beim Bundesliga-Spiel am Samstag in Dortmund gegeben. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte am Montag die Ermittlungen eingeleitet. Sowohl Borussia Dortmund als auch Hertha BSC seien zu einer Stellungnahme aufgefordert worden.

Die heftige Prügelei von Berliner Ultras mit der Polizei wenige Minuten nach Anpfiff der Partie zwischen Bundesliga-Tabellenführer BVB und Hertha BSC (2:2) hat die Debatte um Fanverhalten, Pyrotechnik und Sicherheit im deutschen Fußball erneut angeheizt.

Der DFB-Kontrollausschuss entscheidet nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahmen sowie weiterer Materialien wie Fernseh- und Videoaufnahmen oder Sicherheitsberichten über den weiteren Fortgang der Verfahren. Dies könnte allerdings einige Wochen dauern.

NRW-Innenminister Reul kritisierte die Einlasskontrollen vor den Fußball-Spielen. „Wenn es Fans immer wieder gelingt, Pyrotechnik gleich kiloweise in die Stadien zu schleppen, habe ich meine Zweifel, ob die Einlasskontrollen mit der nötigen Gründlichkeit durchgeführt werden. Das Gleiche gilt für meterlange Fahnenstangen, mit denen auf Polizeibeamte eingeschlagen wird“, sagte der Minister. (dpa)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!