Stürmer-Legende ist tot : Manfred Burgsmüller mit 69 Jahren gestorben

Einer der größten Stürmer der Fußball-Bundesliga ist tot. Vor allem für Dortmund und Bremen schoss Manfred Burgsmüller zahlreiche Tore.

Schwarz-gelbe Legende. Manfred Burgsmüller im Trikot von Borussia Dortmund.
Schwarz-gelbe Legende. Manfred Burgsmüller im Trikot von Borussia Dortmund.Foto: imago

Der ehemalige Stürmer Manfred Burgsmüller ist tot. Wie erst am Montag bekannt wurde, starb er bereits am Samstag in Essen im Alter von 69 Jahren. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung vom Tod des früheren Fußballers berichtet. Sein ehemaliger Klub Borussia Dortmund schrieb am Montagabend auf Twitter: "Ein ganz großer Borusse ist von uns gegangen. Ruhe in Frieden, Manni Burgsmüller." Auch andere ehemalige Klubs kondolierten.

Burgsmüller war in der Bundesliga einer der erfolgreichsten Stürmer der Geschichte. 213 Tore gelangen ihm in 447 Partien für Rot-Weiß Essen, Borussia Dortmund, den 1. FC Nürnberg und Werder Bremen. Damit belegt Burgsmüller in der ewigen Bestenliste der Torjäger den vierten Platz ein, lediglich Gerd Müller (365), Klaus Fischer (268) und Jupp Heynckes (220) erzielten mehr Tore in der höchsten deutschen Spielklasse.

Nach seiner aktiven Zeit war Burgsmüller in verschiedenen Funktionen tätig

In der Saison 1969/70 bestritt Burgsmüller für Rot-Weiß Essen sein erstes Bundesligaspiel, sieben weitere folgten in jener Runde. 1976/77 folgte der Wechsel zum BVB, wo er sieben Jahre lang die Massen im Westfalenstadion mit seinen Toren begeisterte. Eine Runde (1983/84) verbrachte er in Nürnberg, ehe noch fünf Jahre für Werder folgten. Mit den Bremern gewann er 1988 seine erste und einzige deutsche Meisterschaft. Sein letztes Bundesliga-Tor gelang Burgsmüller am 5. August 1989 beim 2:2 gegen Düsseldorf, am 12. Mai 1990 endete seine Karriere gegen Bayer Leverkusen (3:1-Sieg) - im Alter von 40 Jahren.

In einem Tagesspiegel-Interview erklärte er 2010, warum er so lange auf den Titel warten musste: "Wir hatten eine tolle Mannschaft, aber für ganz oben hat es nie gereicht. Und dann kam Otto Rehhagel, der mich noch aus der Zeit in Dortmund kannte, auf mich zu und hat mich nach Bremen geholt. Aber ich habe nicht so lange gespielt, weil ich unbedingt den Titel holen wollte. Ich hatte einfach eine gute Zeit in der Bundesliga."

Nach seiner aktiven Zeit war Burgsmüller in verschiedenen Funktionen tätig, unter anderem als Manager eines Amateurklubs und mit 52 Jahren noch als Kicker beim American-Football-Team Düsseldorf Rhein Fire. Auch in einer Doku-Soap spielte er mit. "Nur im Garten sitzen und Rosen schneiden, das könnte ich nicht. Ich muss immer was machen", erklärte Burgsmüller. Am Samstag ist er 69-jährig gestorben. (Tsp)

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