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Trend der ungewöhnlichen Sorte: Hält die Sieben-Tore-Serie der Eisbären gegen Köln?
Viermal hintereinander haben die Berliner die Haie mit sieben geschossenen Toren besiegt. Das Warm-up in Wolfsburg verlief für den Meister schon mal vielversprechend.
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Für die Eisbären kam der Auftritt in Wolfsburg am Freitagabend genau zur richtigen Zeit. Nach der Länderspielpause Anfang November war bei bestem Willen nicht alles schlecht gewesen, drei von fünf Spielen hatte die Mannschaft von Serge Aubin gewonnen. Aber die Niederlage gegen München vor einer Woche (1:3) sowie das 2:5 unter der Woche beim Tabellenführer Ingolstadt hatten eben auch etliche Mängel offenbart.
Beim 6:1 des deutschen Meisters in der Autostadt offenbarte sich natürlich auch, dass die Niedersachsen derzeit nicht der höchste Maßstab sind. Aber über die gesamte Spieldauer hinweg zeigten sich die Eisbären konzentriert und nutzten ihre Chancen. Was in dieser Saison nur bedingt der Fall ist.
„Alle haben hart gekämpft. Wir haben unseren Spielplan über die gesamte Spieldauer umgesetzt und das Spiel einfach gehalten“, sagte ein entsprechend zufriedener Trainer. „Die Tore waren eine Folge unserer heutigen Spielweise. Die Special Teams waren sehr gut, unser Unterzahlspiel war herausragend.“
Liam Kirk zeigt sich sehr treffsicher
Gerade nach dem nächsten schweren personellen Rückschlag mit der Verletzung von Topstürmer Ty Ronning tat das halbe Dutzend Tore gut. Weil sich in diesem Spiel mal wieder zeigte, zu welcher Wuchte die Offensive fähig ist, wenn alle Reihen funktionieren.
Liam Kirk, der in Straubing am Sonntag dreimal und unter der Woche in Ingolstadt einmal getroffen hatte, schoss zwei Tore. Leo Pföderl, Frederik Tiffels und Markus Vikingstad punkteten aber auch doppelt. Andreas Eder gelangen sogar drei Scoringpunkte.
„In der Offensive hat es heute richtig gut funktioniert. Es ist sehr einfach mit Liam Kirk und Leo Pföderl zusammen zu spielen. Es freut mich, dass wir mit Toren zum Erfolg beisteuern konnten“, sagte Eder.
Am Sonntag erwartet die Eisbären aber eine deutlich schwere Aufgabe. In der Friedrichshainer Arena werden die Kölner Haie (14 Uhr, Magentasport) zu Gast sein. Und der Finalgegner der letzten Saison kommt mit der beeindruckenden Bilanz von fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen. Mit 45 Zählern stehen sie auf Platz vier, drei Plätze vor den Berlinern (39).
Köln hat sich gut verstärkt, vor allem im Tor
Beim Blick könnte den Kölnern angst und bange werden, so könnte man meinen. Nicht nur wegen der drei 0:7-Niederlagen in der Finalserie. Im ersten Aufeinandertreffen der Saison hatten die Haie mit 3:0 geführt, ehe die Eisbären fulminant zurückkamen und erneut sieben Tore erzielten zum 7:3-Sieg.
Allerdings haben sich die Rheinländer entscheidend weiterentwickelt. Besonders offensichtlich wird das auf der Torhüterposition. Janne Juvonen, der erst Ende Oktober verpflichtet wurde, hat aktuell die besten Statistiken aller Keeper in der Liga. Mit einer Fangquote von 94,8 Prozent und nur 1,3 Gegentoren im Schnitt haben die Haie vielleicht ihre größte Schwachstelle im Vergleich zum Vorjahr geschlossen.
Überhaupt ist der Kader noch tiefer geworden. Die Angreifer Gregor MacLeod (35 Punkte) und Patrick Russell (32) Punkte ragen statistisch heraus. Nate Schnarr und Valtteri Kemiläinen haben sich gut eingefügt in das System von Kari Jalonen, der Köln nach dieser Saison verlassen wird.
Natürlich werden die Haie darauf brennen, etwas gutzumachen nach den jüngsten Duellen. Für die Eisbären, die nach wie vor auf sechs wichtige Stützen verzichten müssen, wird es darum gehen, nach dem Statement in Wolfsburg das deutlich höhere Niveau des Gegners anzunehmen.
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