Trotz Vertrags bis 2021 : Ralf Rangnick verlässt Red Bull

Mit den Mannschaften des Red-Bull-Konzerns war Ralf Rangnick über Jahre in verschiedenen Funktionen erfolgreich. Am Freitag wurde sein Vertrag aufgelöst. 

„Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, meine Tätigkeit bei Red Bull zu beenden" - Ralf Rangnick verabschiedet sich von Red Bull.
„Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, meine Tätigkeit bei Red Bull zu beenden" - Ralf Rangnick verabschiedet sich...Foto: Sebastian Willnow/dpa

Der Architekt geht. Ralf Rangnick hat seine langjährige Arbeit beim Red-Bull-Konzern beendet und sich auf eine Auflösung seines Vertrages als „Head of Development Soccer“ verständigt. „Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, meine Tätigkeit bei Red Bull zu beenden. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern und speziell bei Dietrich Mateschitz für die Unterstützung und das Vertrauen bedanken. Er hat mir die Möglichkeit gegeben, hier über all die Jahre etwas Einzigartiges aufzubauen“, wurde Rangnick am Freitag in einer Mitteilung des Konzerns zitiert.

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Rangnick hatte in seiner im Vorjahr geschaffenen Position noch einen Kontrakt bis 2021. Die Auflösung ist nun das Ende eines schleichenden Abschieds. Drei Aufstiege, eine Vize-Meisterschaft, das Pokalfinale 2019 und zwei Qualifikationen für die Champions League feierte Rangnick als Angestellter des RB-Imperiums. Für Bundesligist RB Leipzig absolvierte der Fußball-Stratege maßgebliche Aufbauarbeit.

„Wir lassen Ralf Rangnick nur ungern ziehen“

„Wir lassen Ralf Rangnick nur ungern ziehen, entsprechen aber seinem Wunsch nach Vertragsauflösung und danken ihm für die außergewöhnliche Arbeit, die er in den letzten acht Jahren geleistet hat. Dank Ralf Rangnick gilt Red Bull Soccer heute weltweit als Referenzpunkt und Vorbild für erfolgreiches Management im Fußball“, sagte Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz.
Doch schon der Wechsel weg von Leipzig zum Berater-Posten für die Red-Bull-Standorte in Brasilien und New York vor einem Jahr waren der Anfang vom Ende. Mit dem AC Mailand hatte der angesehene Trainer lange eine Exit-Option in der Hinterhand. Die zerschlug sich allerdings in der vergangenen Woche, als der italienische Top-Club auf ein Engagement als Trainer und Sportdirektor verzichtete. (dpa)

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