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„Eine Manipulation“: Österreicher sauer auf Skispringer Zajc
Skispringer Timi Zajc ist bei der Tournee zweimal disqualifiziert worden und nun gesperrt. Im Lager der Österreicher mag man nicht an Zufall glauben.
Stand:
Österreichs Sportdirektor Mario Stecher hat nach zwei Disqualifikationen schwere Vorwürfe gegen den slowenischen Skispringer Timi Zajc erhoben. „Es ärgert mich wirklich maßlos. Wenn die Schrittlänge nicht passt, dann hat sie vorher auch nicht gepasst, weil der Anzug weiter und länger wird. Das ist für mich absolut eine Manipulation. Das geht nicht“, sagte Stecher laut Nachrichtenagentur APA österreichischen Medien in Innsbruck.
Zajc wurde beim Neujahrsspringen zum zweiten Mal nacheinander wegen eines nicht regelkonformen Sprunganzugs aus dem Wettbewerb genommen. Diesmal wich das Kleidungsstück um vier Millimeter von der Norm ab. In Oberstdorf waren es drei.
Da geht es nicht mehr um einen Millimeter, sondern da geht es einfach um eine Grundsatzdiskussion.
Österreichs Sportdirektor Mario Stecher
Der 25 Jahre alte Zajc wurde in Garmisch-Partenkirchen schon vor dem ersten Sprung disqualifiziert und darf nun bei dieser Vierschanzentournee gar nicht mehr springen, weil er die Rote Karte erhielt.
Kontrolle plötzlich oben
„Da geht es nicht mehr um einen Millimeter, sondern da geht es einfach um eine Grundsatzdiskussion“, sagte Stecher. An Zajc und der Nachlässigkeit hatte es Kritik gegeben, darunter auch von Ex-Skispringer Martin Schmitt. „Das ist ein Denkzettel für ihn. Ich finde es frech – und das nicht im positiven Sinne. In Oberstdorf hatte ich ein bisschen Mitleid mit ihm. Aber ich habe absolut überhaupt kein Verständnis für das, was hier passiert ist“, sagte Schmitt bei Eurosport.
Die Slowenen hatten sich darüber beschwert, dass Chefkontrolleur Mathias Hafele seinen Kontrollort plötzlich vom Auslauf nach oben verlegt hat. (dpa)
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