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Beim Debüt des neuen Trainers Álvaro Arbeloa blamierte sich Real Madrid.

© REUTERS/Pablo Morano

„Wirklich beschämend“: Neustart von Real Madrid endet in einem Debakel

Das Debüt für Real Madrids neuen Trainer Álvaro Arbeloa misslingt komplett. Nach dem schmachvollen Pokal-Aus bei einem Zweitligisten nimmt Arbeloa die Schuld auf sich. Die spanische Presse ist erschüttert.

Von Florian Lütticke

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Seine Hände vergrub Álvaro Arbeloa in den Hosentaschen und schlich mit gesenktem Kopf über den Rasen. Der Neustart für Real Madrid mit dem neuen Trainer nach dem Rauswurf von Xabi Alonso endete in einem sportlichen Debakel.

Beim Zweitligisten Albacete Balompie flogen die Königlichen im Achtelfinale durch ein schmachvolles 2:3 (1:1) aus dem spanischen Pokal. „Ein Real, das wirklich beschämend ist“, schrieb die Sportzeitung „Marca“.

Ohne Superstar Kylian Mbappé enttäuschte der 20-malige Pokalsieger über die komplette Spielzeit und scheiterte gegen den Tabellen-17. der Segunda Division. „Ein Desaster dieser Art, das in die Geschichte eingehen wird, ist wahrlich kein guter Start in eine neue Ära“, bilanzierte „As“.

In einer spektakulären Schlussphase ließ Albacetes Jefté Betancor (82.) den Außenseiter mit dem 2:1 auf die Sensation hoffen. Zunächst glich Gonzalo Garcia noch für Real aus (90.+1). Mit einem Schlenzer ins lange Eck machte Betancor in der vierten Minute der Nachspielzeit aber seinen Doppelpack perfekt und sorgte für unbändigen Jubel – und großen Frust bei Real.

„Bei diesem Klub ist sogar ein Unentschieden schlecht, eine Tragödie“, sagte Arbeloa. „Wenn jemand verantwortlich ist, dann bin ich es. Ich habe die Entscheidung für die Aufstellung gemacht, wie wir spielen wollten, wie wir ausgewechselt haben. Ich kann den Spielern nur danken, wie sie mich willkommen geheißen haben.“

Der frühere Real-Profi stellte wie erwartet einige Spieler aus der zweiten Reihe auf und verzichtete auf mehrere seiner Stars wie Mbappé, Jude Bellingham, Thibaut Courtois und Rodrygo. Zuvor war Arbeloa für die zweite Mannschaft der Madrilenen zuständig gewesen.

Xabi Alonso hatte nach einem guten halben Jahr bei den Königlichen nach zu vielen uninspirierten Leistungen der Mannschaft und dem verlorenen Supercopa-Finale gegen den FC Barcelona gehen müssen. (dpa)

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