• Umfrage unter Studierenden und Lehrenden: "Was bewegt Euch an der UdK Berlin?"

Umfrage unter Studierenden und Lehrenden : "Was bewegt Euch an der UdK Berlin?"

Was bewegt Euch an der UdK Berlin? Diese Frage stellte die Redaktion den Studierenden und Lehrenden - und bat um künstlerische Antworten

Isabell Wittmann: Aus der Serie "Wachtraum", Acrylfarben, Kohle und Sprühfarben auf Papier (2,5m x 1,5m) Entstehungsjahr: 2018
Isabell Wittmann: Aus der Serie "Wachtraum", Acrylfarben, Kohle und Sprühfarben auf Papier (2,5m x 1,5m) Entstehungsjahr: 2018Foto: Wittmann

Nächtliche Kreativität

Isabel Wittmann studiert Bildende Kunst, Mathematik und Deutsch auf Lehramt. Was sie an der UdK Berlin am meisten bewegt? Ihr eigener Atelierplatz und der Austausch mit Studierenden und Lehrenden. Am liebsten arbeitet sie abends im Atelier, da sie sich tagsüber meist mit ihren Nebenfächern beschäftigt. Sie dreht ihre Lieblingsmusik laut auf, schmeißt mit Farbe um sich und taucht in ihre eigene Figurenwelt ab. Das Ergebnis ist die Serie „Wachtraum“.

Virtuosen im Improvisieren

Klangbeispiel
KlangbeispielFoto: UdK

Im ursprünglichen Wortsinn stand „Virtuoso“ nicht nur für brillante Technik und ausdrucksvolle Performance, sondern auch für die Fähigkeit zu improvisieren. Das Ensemble Xenos, bestehend aus vier Musikstudenten der UdK Berlin, möchte die Kunst des Improvisierens wiederbeleben. Seit Januar 2018 improvisieren Terukaku Yamashita (Gitarre), Matthieu Stepec (Piano), Arthur Rusanovsky (Geige) und Thanos Karakantas (E-Bass) als Quartett und schaffen einen Klangstream, wo sich westliche und östliche Tonsprachen, Altes und Modernes kreuzen.

Weibliches Schreiben

Zimmer Zwei
Zimmer ZweiFoto: Grafikladen

Entstanden in einer Schreibwerkstatt zu Gender und Literatur an der UdK Berlin, versammelt die Anthologie »Zimmer Zwei« des gleichnamigen Kollektivs 15 kurze Texte junger Autor*innen. Die literarischen Miniaturen zeigen einen spielerischen und experimentellen Umgang mit Geschlecht, Sexualität und Marginalisierung.

 Auszug: »Was braucht es, um mit dem Schreiben zu beginnen? Fragt man Virginia Woolf, lautet die Antwort auch nach hundert Jahren noch: Ein Zimmer für sich allein. Doch manchmal braucht es mehr – ein zweites Zimmer mit Vorbildern und Gleichgesinnten. Ein Kollektiv im Buchformat. Ein Zimmer Zwei.«

Fragen in Noten

Eine Antwort in Tönen.
Eine Antwort in Tönen.Foto: UdK

Caspar de Gelmini hat Komposition in Weimar und Stuttgart studiert und arbeitet zurzeit an seiner musikwissenschaftlichen Dissertation an der UdK Berlin. Er hat die Frage in Noten übersetzt und eine kurze Komposition mit den Tönen aus den Worten „Was bewegt an der UdK Berlin“ erstellt.

Ein Blog zur gestalterischen Grundlehre

 

Licht-Schatten-Modulator von Floris Morlok entstanden im Sommersemester 2017. Foto: Andy King
Licht-Schatten-Modulator von Floris Morlok entstanden im Sommersemester 2017. Foto: Andy King

Wie kann man die Grundlehre – die „Basics“ – im Bachelor Visuelle Kommunikation sichtbar machen? Das war der Ursprungsgedanke für den Basics Blog. Der studentisch betreute Blog dient als digitaler Wissensspeicher, der immer in Bewegung bleibt. Zu den Grundlagen der Gestaltung gehören Bild, Bewegtes Bild, Raum und Interaktion. www.basics.blog

Was bewegt?

Anna Slobodnik: Strichätzung ohne Titel, Zyklus Teppiche, Entstehungsjahr 2016, 220 x 120 cm
Anna Slobodnik: Strichätzung ohne Titel, Zyklus Teppiche, Entstehungsjahr 2016, 220 x 120 cmFoto: Slobodnik

"Der glatte Boden", sagt Anna Slobodnik, die 2016 ihren Abschluss als Meisterschülerin der Bildenden Kunst gemacht hat und ab Oktober Kunst im Kontext studieren wird: „Wenn wir darauf laufen, Materialien hin und her schieben oder uns drauf setzen, wenn wir zu früh für ein Seminar dran sind, daher stellt mein Bild einen Teppich dar. Es ist eine Strichätzung.“

Nicht anything goes

 Kunst und Kultur heißt Beschränkung. Nur wenn der Künstler all die Möglichkeiten vergisst und sich auf die Grundlagen zurückbesinnt, entsteht der erste Schritt zur Kunst. Das Problem unserer Zeit ist, dass Künstler sich nicht beschränken. Alles ist

möglich und alles ist Kunst. Meisterwerke, die berühren, entstehen nur durch das Weglassen von Unwichtigem. Die Ästhetik der Beschränkung muss wiedergeboren werden.

 Von den „Künstlern der Renaissance des 21. Jahrhunderts (RD21J)“, einer Gruppe von Studierenden und Alumni der UdK Berlin und der Kunsthochschule Weißensee, die mit ihrer Kunst ein Zeichen setzen wollen: für Humanismus, Ästhetik, Entwicklung, Gemeinsamkeit, Kunst und Kultur.

Neugierde als Antrieb

"Die Lehre braucht eine unbedingte, uneingeschränkte und ungebundene Freiheit. Das Lernen braucht ein uneingeschränktes und furchtloses Streben. Die Lehre, die nach vorne blickt, analysiert, reflektiert und erfindet. Die Neugierde ist der Antrieb jeder Forschung und neugierig ist der junge Forscher oder die junge Forscherin, der junge Gestalter oder die junge Gestalterin auf das, was er oder sie noch nicht kennt, auf das, was es zu entdecken gibt. Daher bedingt die Freiheit auch, dass man ergebnisoffen agiert. Universität ist nicht dazu da, schon Gemachtes möglichst gut nachzumachen, sondern sie ist dazu gedacht, das Neue zu finden und zu erfinden. Und das Neue finden wir nur dort, wo wir noch nicht waren."

 Auszug aus dem Text „Das Neue finden wir dort, wo wir noch nicht waren“ von Fons Hickmann

Erschienen im Buch Morgen und davor, Herausgegeben von Fons Hickmann und Pascal Kress im Verlag Hermann Schmidt, 2017

Vom Board auf die Bühne

Alice Fassina und Maja Aurora Svartåker: Kostüme für "Trois Femmes"
Alice Fassina und Maja Aurora Svartåker: Kostüme für "Trois Femmes"Foto: Maja Aurora Svartåker

Alice Fassina und Maja Svartåker, Studentinnen des Masters Kostümbild, geben einen Einblick in ihre Moodboards. Sie haben die Kostüme für das diesjährige Opern-Hauptprojekt, „Trois Femmes“ entwickelt, das Anfang Juli im UNI.T, dem Theater der UdK Berlin, Premiere gefeiert hat.