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Tödlicher Messerangriff in NRW : 15-jähriges Mädchen in Viersen erstochen – Verdächtiger wieder frei

Mitten am Tag in einem öffentlichen Park. Ein 15-jähriges Mädchen ist Opfer einer Messer-Attacke geworden. Die Polizei nahm einen Mann fest, doch der ist nun wieder auf freiem Fuß.

Ein Polizist durchsucht nach dem tödlichen Angriff auf eine junge Frau zusammen mit einem Spürhund ein Gebüsch im Viersener Casino Garten.
Ein Polizist durchsucht nach dem tödlichen Angriff auf eine junge Frau zusammen mit einem Spürhund ein Gebüsch im Viersener Casino...Foto: dpa/David Young

Ein 15-jähriges Mädchen ist im niederrheinischen Viersen Opfer eines tödlichen Messerangriffes geworden. Die Bluttat ereignete sich am helllichten Tag am Montagmittag in einem Park der 75 000-Einwohner-Stadt. Bei der groß angelegten Fahndung nach dem Täter flüchtete ein junger Mann vor einer Polizeikontrolle.

Der aus der Türkei stammende 25-Jährige stellte sich dann am frühen Abend auf einer Polizeiwache. Er ist polizeilich bekannt. Seine mögliche Beteiligung an der Tat wurde geprüft. Der Tatverdacht habe sich aber nicht erhärtet, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

"Der Mann hat bei seiner Vernehmung angegeben, sich der polizeilichen Kontrolle entzogen zu haben, weil er Angst hatte, wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz überprüft zu werden", berichteten die Ermittler.

Der Tatverdächtige ist deshalb wieder frei.

Das Mädchen wurde in einem Park niedergestochen. Ein unbeteiligter Mann versuchte nach eigenen Angaben noch, das blutüberströmte Mädchen zu retten. Die alarmierten Rettungskräfte brachten die 15-Jährige in ein Krankenhaus, wo sie wenig später starb. Die Eltern stellten auf der Wiese, wo das Mädchen zusammenbrach, am späten Montagabend Gedenkkerzen auf.

Die 15-Jährige aus Viersen ist rumänischer Herkunft. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie wenig später starb.

Die Polizei ermittelt weiter zu den Hintergründen.

In den vergangenen Monaten sind in Deutschland mehrere jugendliche Mädchen nach Gewaltverbrechen gestorben. So war erst am Wochenende der Tatverdächtige im Fall der getöteten 14-jährigen Susanna, Ali B., im Irak festgenommen worden. Der Flüchtling steht im Verdacht, das Mädchen aus Mainz vergewaltigt und umgebracht zu haben.

Bundesweit Aufmerksamkeit hatte im Dezember 2017 auch der Fall einer 15-Jährigen aus Kandel in Rheinland-Pfalz auf sich gezogen, die in einem Drogeriemarkt erstochen wurde. Am 18. Juni beginnt der Mordprozess gegen den angeblich gleichaltrigen Ex-Freund aus Afghanistan nach Jugendstrafrecht. Der Fall hatte eine Debatte über die Altersfeststellung von Flüchtlingen ausgelöst.

Die Polizei in Viersen ruft Zeugen auf, sich bei der Mordkommission zu melden. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung entdeckten Obdachlose das Mädchen, die Schreie gehört hatten. Einer von ihnen alarmierte demnach die Rettungskräfte. Das Mädchen sei blutüberströmt und von Messerstichen übersät gewesen, sagte ein Augenzeuge der Zeitung.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) äußerte sich bestürzt: „Es ist erschreckend, was heute Mittag in Viersen passiert ist“, sagte er in einer Mitteilung. Die tödlichen Verletzungen in einem öffentlichen Park machten ihn tief betroffen. (dpa)

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