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Firmenkundenvorstand der Hypovereinsbank : Unicredit hat offenbar kein Interesse an Commerzbank

Entgegen früherer Gerüchte hat die Unicredit wohl kein Interesse am Kauf der Commerzbank. Man wolle aus sich selber heraus wachsen, sagt Markus Beumer, Vorstand der Unicredit-Tochter Hypovereinsbank.

Im April war spekuliert worden, die Unicredit habe Interesse an der Commerzbank.
Im April war spekuliert worden, die Unicredit habe Interesse an der Commerzbank.Foto: dpa

Die Unicredit hat offenbar derzeit kein Interesse an einem Kauf der Commerzbank. „Unser gruppenweiter Strategieplan basiert darauf, aus uns selber heraus zu wachsen und nicht durch Zukäufe“, sagte Markus Beumer,  Firmenkundenvorstand bei der deutschen Unicredit-Tochter Hypovereinsbank, im Interview mit dem Tagesspiegel (Montagausgabe). Noch im April war spekuliert worden, die Unicredit könne die Commerzbank kaufen und mit der Hypovereinsbank fusionieren wollen.

Beumer aber sagt, die Hypovereinsbank sei stark genug, „um mit bestehenden und neuen Kunden weiter zu wachsen“. Das Institut habe frühzeitig seine Hausaufgaben gemacht. „Die Kosteneffizienz, die wir heute haben, müssen sich andere Institute erst noch erarbeiten“, sagte Beumer.  „Wenn Teile der Konkurrenz jetzt vor allem mit sich selbst beschäftigt sind, dann kann uns das nur recht sein.“

Der 54-Jährige war von 2008 bis 2016 als Vorstand bei der Commerzbank für die Mittelstandsbank verantwortlich. Nach einer Zwischenstation bei der Privatbank Oddo BHF wechselte er Ende vergangenen Jahres als Firmenkundenvorstand zur Hypovereinsbank.

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