zum Hauptinhalt
Tausende Passagiere warten vor den Abfertigungsschaltern des Flughafens auf ihren Check-In .
© Boris Roessler/dpa

Qualifikationen nicht ausreichend: Fraport verzichtet auf Flughafen-Hilfskräfte aus der Türkei

Aufgrund fehlender Prüfungen setzt der Flughafen auf den sich langsam stabilisierenden Betrieb. Die eigenen Rekrutierungen laufen ebenfalls weiter.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport verzichtet auf Aushilfskräfte, die befristet in der Türkei angeworben werden sollten. Die über einen türkischen Personaldienstleister angebotenen Kräfte verfügten nicht über die erwarteten Qualifikationen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag.

Es fehle unter anderem an der avisierten Flughafenerfahrung und Deutschkenntnissen. Der Aufwand für entsprechende Schulungen entspreche bei einem auf drei Monate begrenzten Einsatz nicht dem erreichbaren Nutzen. Zuerst hatte die „Frankfurter Rundschau“ berichtet.

Angesichts des Abfertigungschaos zu Sommerbeginn hatten die Verbände der Flughäfen und der Bodenabfertiger darauf gedrängt, mindestens 2000 Aushilfen aus der Türkei zu erleichterten Bedingungen etwa für die Gepäckdienste anheuern zu dürfen.

Am Frankfurter Flughafen sind wegen der Personalnot Tausende Flüge gestrichen worden, um den verbleibenden Flugplan zu stabilisieren.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Nach der Abstimmung von drei Bundesministerien wurde schließlich auf die eigentlich vorgeschriebene Prüfung verzichtet, ob für die Jobs nicht doch deutsche Arbeitnehmer zur Verfügung stehen. Danach gab es Kritik an den angeblich zu langwierigen Sicherheitsüberprüfungen durch die Länderbehörden.

Der Frankfurter Flughafen habe seinen Betrieb stabilisiert und setze die eigenen Rekrutierungsbemühungen fort, erklärte der Sprecher. Seit Jahresbeginn habe man bereits mehr als 1000 Leute neu eingestellt, die nach und nach in den benötigten Funktionen ankämen. Die Situation werde sich im Herbst weiter entspannen. (dpa)

Zur Startseite