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Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal leicht geschrumpft.

© Monika Skolimowska/dpa

Haushaltsdefizit reduziert sich leicht: Flaute der deutschen Wirtschaft dauert an – BIP geht wieder zurück

Der Aufschwung bleibt weiter aus, stattdessen wandelt Deutschland am Rande der Rezession. Neben den Konjunkturwerten für das zweite Quartal gab das Statistikamt Einblicke in die Staatsfinanzen.

Stand:

Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr wegen zurückgehender Investitionen geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von April bis Juni um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte und damit eine erste Schätzung von Ende Juli bestätigte.

„Nach dem leichten Anstieg im Vorquartal hat sich die deutsche Wirtschaft im Frühjahr wieder abgekühlt“, sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statistikamts. Im ersten Quartal war die Wirtschaft noch um 0,2 Prozent leicht gewachsen.

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Einer der Gründe für die Konjunkturabkühlungen waren laut der Statistiker mangelnde Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Sie sanken preis-, saison- und kalenderbereinigt mit 4,1 Prozent zum Vorquartal sogar noch deutlicher als die Investitionen in Bauten (-2,0 Prozent).

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Damit droht Deutschland der Rückfall in die Rezession. Schrumpft das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen, sprechen Volkswirte von einer „technischen Rezession“. Schon 2023 war die Wirtschaftsleistung leicht zurückgegangen. 

Zuletzt hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter verschlechtert. Der vom Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklima-Index fiel im August um 0,4 Punkte auf 86,6 Zähler. Es war bereits der dritte Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers in Folge.

Staatsdefizit sinkt leicht

Zudem veröffentlichte das Statistische Bundesamt Daten zu den Staatsfinanzen im ersten Halbjahr. Die Schuldenaufnahme und das Einhalten der Schuldenbremse sind seit Monaten ein großer Streitpunkt in der Bundesregierung.

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Den Angaben zufolge gab der Staat im ersten Halbjahr 38,1 Milliarden Euro mehr aus als ein. Das Defizit lag damit um 1,3 Milliarden Euro niedriger als im ersten Halbjahr 2023. Gemessen an der deutschen Wirtschaftsleistung in den ersten sechs Monaten 2024 betrug die Defizitquote 1,8 Prozent.

Die größten Lasten fielen wie zuletzt bereits beim Bund an. Hier ergab sich ein Minus von 24,6 Milliarden Euro. „Allerdings reduzierte sich das Finanzierungsdefizit des Bundes deutlich um 17,9 Milliarden Euro“, so das Statistikamt.

Dagegen erhöhten sich die Fehlbeträge von Ländern und Gemeinden. Die Sozialversicherung verzeichnete einen Finanzierungsüberschuss von 0,2 Milliarden Euro, was allerdings deutlich niedriger ist als noch im ersten Halbjahr 2023. Damals waren es 9,6 Milliarden Euro.

Die deutsche Wirtschaft steckt schon länger in der Krise und entwickelte sich im zweiten Quartal schwächer als in anderen europäischen Staaten wie Spanien und Frankreich. Mit dem Minus im zweiten Quartal droht Deutschland der Rückfall in die Rezession.

Wie das ifo-Institut äußerte sich die Deutsche Bundesbank verhalten zur deutschen Wirtschaft. Die erwartete langsame Konjunkturbelebung werde sich weiter hinauszögern, hieß es im jüngsten Monatsbericht.

Die Notenbank erwartet weiter eine Konjunkturflaute in Deutschland, aber keinen breit angelegten und länger anhaltenden Rückgang der Wirtschaftsleistung. (dpa, Reuters)

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