Kein Bedarf : Post stoppt Paketkästen für Privathaushalte

Für die Paketkästen gab es zu wenig Nachfrage. Auch neue Technologien wie Begleitroboter haben derzeit beim Post-Chef keine Chance.

Die Post hat mit eigenen Paketkästen für Häuser experimentiert, doch die Nachfrage Bedarf dafür war zu gering.
Die Post hat mit eigenen Paketkästen für Häuser experimentiert, doch die Nachfrage Bedarf dafür war zu gering.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Deutsche Post hat ihr Angebot von Paketkästen für einzelne Häuser auf Eis gelegt. „Der Bedarf war deutlich geringer, als wir das erwartet haben“, sagte Post-Chef Frank Appel dem Tagesspiegel im Interview. „Jetzt müssen wir uns etwas Neues überlegen.“ Die bundesweit 3500 Packstationen sollen dagegen systematisch ausgebaut werden. „Die Frage ist nur, wie schnell man geeignete Orte findet.“

In der Paketzustellung werden in absehbarer Zeit keine neuen Technologien wie Drohnen oder Kofferraumzustellung eingesetzt werden. „Selbst in 20 oder 30 Jahren werden wir noch Menschen als Paketzusteller haben“, sagt Appel. Zuletzt waren Begleitroboter unter dem Namen „Postbot“ getestet worden. „Das funktioniert technisch gut, aber die Geräte sind heute noch zu teuer“, sagt Appel.

Auch die Zustellung direkt hinter die Wohnungstür, wie sie Amazon in den USA anbietet, ist kein Thema. „Das haben wir uns schon angeschaut und auch getestet“, sagt Appel. „Auch hier ist letztlich die Frage, wie groß der Markt von Kunden wirklich ist, die dabei mitmachen würden.“

Das vollständige Interview mit Post-Chef Frank Appel lesen Sie am Montag im gedruckten Tagesspiegel oder im E-Paper.

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