Rockström korrigiert sich : Klimaforscher fordert Prämie von 30 Euro für Bio-Lebensmittel

Der Potsdamer Klimaforscher Johan Rockström hält staatliche Unterstützung für notwendig, damit sich mehr Menschen Bio-Lebensmittel leisten können.

Bio-Tomaten im Netz.
Bio-Tomaten im Netz.Foto: obs/REWE/TOBIAS SCHWERDT

Der Potsdamer Klimaforscher Johan Rockström wünscht sich ein staatliches Essensgeld, damit sich auch einkommensschwächere Haushalte Bio-Lebensmittel leisten können. Anders als zunächst von uns gemeldet, fordert der Schwede jedoch keinen monatlichen Zuschuss von 300 Euro, sondern nur von 30 Euro im Monat. Das teilte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dessen Co-Chef Rockström ist, am Dienstag mit, nachdem sich zahlreiche Leser über die Berechnungen im Tagesspiegel-Interview gewundert hatte.

Rockström plädiert aus Gründen des Klimaschutzes dafür, dass nachhaltig produzierte Lebensmittel billiger und konventionelle teurer gemacht werden soll. In der Originalfassung des Interviews hatte der Forscher die damit verbundenen Preiserhöhungen für einen Durchschnittshaushalt auf 300 Euro im Monat geschätzt und eine staatliche Dividende in derselben Höhe gefordert. Wie das Institut jetzt anmerkt, sei das jedoch ein Versehen gewesen.

Tatsächlich gebe ein Durchschnittshaushalt rund 300 Euro im Monat für Lebensmittel aus, eine Umstellung hin zu nachhaltig produzierten Nahrungsmitteln würde die monatlichen Kosten für Lebensmittel um ein Zehntel, also um rund 30 Euro verteuern. „Je nachdem, was man da einbezieht, könnte es aber auch deutlich mehr sein“, gibt Rockström dennoch zu bedenken.

Das ganze Interview mit Klimaforscher Rockström können Sie hier lesen.

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