Verdacht der Abgasmanipulation : Daimler muss 60.000 Mercedes-Diesel zurückrufen

Das Kraftfahrtbundesamt will die Ermittlungen gegen Daimler zu möglicher Abgasmanipulation ausweiten. Der Konzern kündigt juristischen Widerstand an.

Ein Mercedes GLK 220 CDI
Ein Mercedes GLK 220 CDIFoto: dpa/Patrick Seeger

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat am Freitag einen amtlichen Rückruf von rund 60.000 Dieselautos des Modells Mercedes-Benz GLK 220 CDI angeordnet. Ein Sprecher des Daimler-Konzerns bestätigte am Samstag auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Bild am Sonntag“.

Demnach soll der Autokonzern bei diesem Diesel-Sportgeländewagen der Euro-5-Abgasnorm eine illegale Abschaltvorrichtung zur Abgasmanipulation eingesetzt haben. Daimler bestreitet dies. Man wolle sich juristisch gegen den Betrugsvorwurf wehren, sagte der Sprecher.

Nach dem Bericht von „Bild am Sonntag“ will das KBA die Ermittlungen gegen Daimler ausweiten, weil sich die angebliche Betrugssoftware noch in vielen weiteren Modellen befinden könnte. Dazu sagte der Unternehmenssprecher, man sei auch weiterhin mit der Behörde über das Thema im Gespräch.

Der Verdacht gegen das fragliche Automodell GLK 220 CDI wurde Mitte April publik. Damals hieß es, die Behörde sei bereits im Herbst 2018 auf eine verdächtige Software-Funktion bei dem Motor OM 651 gestoßen. Demzufolge sollen die Abgaswerte mithilfe eines Computerprogramms gesenkt worden sein - aber nur auf dem Prüfstand und nicht im täglichen Verkehr. (dpa)

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