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Solarpark Mühlenfeld, bei Neukirchen-Vluyn, auf 24 Hektar sind über 15.000 Solarmodule verteilt, sie erzeugen 3,5 Mio. Kilowattstunden jährlich.

© imago/Jochen Tack/imago/Jochen Tack

Wendepunkt in der Energiewende: Solarenergie überholt erstmals Braunkohle in der deutschen Stromerzeugung

Solarkraftwerke lieferten erstmals mehr Strom als Braunkohlekraftwerke in Deutschland. Der Kohleanteil am Strommix sank auf 22,4 Prozent, während Windkraft die wichtigste Stromquelle blieb.

Stand:

Im vergangenen Jahr haben Solarkraftwerke in Deutschland laut einer Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) erstmals mehr Strom geliefert als Braunkohlekraftwerke.

Der Anteil der Braun- und Steinkohle am gesamten deutschen Strommix fiel demnach auf 22,4 Prozent, wie der „Spiegel“ am Freitag aus der Auswertung zitierte. Die mit Abstand wichtigste Stromquelle blieb demnach die Windkraft.

Die Kohleverstromung lohnt sich ökonomisch oft nicht mehr.

Bruno Burger, Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme

Die Bruttostromerzeugung aus Braun- und Steinkohle betrug laut Fraunhofer ISE im vergangenen Jahr 106 Terawattstunden. Das war rund eine Terawattstunde oder eine Milliarde Kilowattstunden weniger als 2024 und der niedrigste Wert seit 1956, wie der „Spiegel“ berichtete.

„Die Kohleverstromung lohnt sich ökonomisch oft nicht mehr“, sagte Bruno Burger vom Fraunhofer ISE dem Magazin. Durch die hohen Preise für Emissionsrechte sei Kohlestrom sehr teuer geworden.

Der Abbau von Braunkohle dürfte nach Einschätzung Burgers 2025 sogar auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrhundert gefallen sein. Schon im Jahr zuvor war landesweit so wenig Braunkohle wie seit 1916 nicht mehr gefördert worden. Bundestag und Bundesrat haben den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2038 beschlossen. (AFP)

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