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Noch 2019 demonstrierten Menschen vor dem Capitol in Washington für mehr Klimaschutz.

© REUTERS/JAMES LAWLER DUGGAN

Tagesspiegel Plus

Druck auf Europa wächst: US‑Ausstieg würde globale Klimapolitik erschüttern

Der geplante Rückzug der USA aus zentralen Klimagremien sorgt weltweit für Irritation. Deutsche Forschende sprechen von einem historischen Rückschritt. Doch sie sind überzeugt: International bleibt Washington damit weitgehend allein.

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Forschende reagieren alarmiert auf den geplanten Kurs der USA: Washington will aus zentralen internationalen Klimagremien und ‑konventionen aussteigen, unter anderem dem Weltklimarat (IPCC) und dem UN‑Klimarahmenübereinkommen (UNFCCC).

Der Schritt ist Teil eines umfassenden Rückzugs aus 66 internationalen Organisationen, Konventionen und Übereinkommen; die entsprechende Verordnung hatte US‑Präsident Donald Trump am 7. Januar unterzeichnet.

Viele deutsche Forschende zeigen sich bestürzt, betonen jedoch zugleich, dass die USA mit diesem Kurs international zunehmend isoliert dastehen.

Warnende Worte kommen von Josef Settele vom Helmholtz‑Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle: „Wir können auf die Forschenden einer der führenden Wissenschaftsnationen nicht verzichten und werden Wege finden müssen, die KollegInnen zu unterstützen und in die Prozesse zu integrieren“, sagte der Forscher gegenüber dem Science Media Center Deutschland (SMC). Zugleich hoffe er, dass es sich nur um ein vorübergehendes Phänomen handelt.

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