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Der Blick unter das Eis sei ein bisschen so, als würde man die Rückseite des Mondes sehen, so die Forschenden.

© imago images/imagebroker/imageBROKER/G&M Therin-Weise via www.imago-images.de

Tagesspiegel Plus

Rätselhafte Gletscherformationen: Unbemanntes U-Boot liefert einzigartige Daten – und verschwindet

Das unbemannte U-Boot „Ran“ hat erstmals detaillierte Karten der Unterseite des Dotson-Schelfeises in der Antarktis erstellt. So ergeben sich neue Erkenntnisse über Schmelzprozesse unter dem Eis.

Stand:

27 Tage lang tauchte ein U-Boot mehr als 1000 Kilometer weit unter einem Gletscher in der Antarktis hindurch. Bis zu 17 Kilometer weit drang es in den Hohlraum des Schelfeises vor. Mit beachtlicher Ausbeute: Die Mission lieferte einem internationalen Forscherteam völlig neue Einblicke in die Gletscherschmelze.

Mithilfe des unbemannten U-Bootes „Ran“ konnten die Forschenden erstmals detaillierte Karten der Unterseite des Dotson-Schelfeises in der Antarktis erstellen. „Diese Forschung ist notwendig, um die Zukunft des antarktischen Eisschildes zu verstehen“, schreiben die Forschenden in einer aktuellen Studie, die in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht wurde.

Losgelassen. Vor zwei Wochen brach ein Eisblock von der Größe Luxemburgs vom Mertz Gletscher ab. This undated photo released on February 26, 2010 from the Australian Antarctic Division shows the Mertz Glacier, a 160-kilometer spit of floating ice protruding into the Southern Ocean from East Antarctica. Researchers said on February 25, 2010 that the iceberg the size of Luxembourg - or some 2550 square kilometres (985 square miles) in size - knocked loose from the Antarctic continent earlier this month and could disrupt the ocean currents driving weather patterns around the globe. While the impact would not be felt for decades or longer, a slowdown in the production of colder, dense water could result in less temperate winters in the north Atlantic, they said. RESTRICTED TO EDITORIAL USE NO ARCHIVES ONE TIME USE ONLY AFP PHOTO / HO / MANDATORY CREDIT: Tony Worby, Australian Antarctic Division, Commonwealth of Australia
In der Antarktis brechen immer wieder riesige Eisblöcke vom Schelfeis ab, hier ein Eisblock von der Größe Luxemburgs, der im Februar 2010 vom Mertz-Gletscher abbrach.

© AFP/TONY WORBY

Schelfeis ist eine Masse von Gletschereis, die von Gletschern gespeist wird und über einem Hohlraum im Eis im Meer schwimmt. Das Dotson-Schelfeis ist Teil des Westantarktischen Eisschildes, dem aufgrund seiner Größe und Lage ein potenziell großer Einfluss auf den zukünftigen Anstieg des Meeresspiegels zugeschrieben wird.

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