Semesterstart in Berlin : Studierendenzahl bleibt auf Rekordhöhe

Am Montag werden etwa 190.000 Studierende ihr Semester in Berlin beginnen. Michael Müller lobt „die hohe Qualität der Hochschulen und Attraktivität der Stadt“.

Studierende bei einem Erstsemestertag an der TU Berlin.
Der Andrang an den Berliner Unis bleibt hoch.Foto: TU Berlin/Jacek Ruta

In Berlin sind zum jetzt startenden Wintersemester 190.000 bis 195.000 Studierende eingeschrieben – die Rekordzahlen des vergangenen Jahres werden damit erneut erreicht. Von diesem stabilen Wert geht die Senatskanzlei für Wissenschaft auf der Grundlage der vorläufigen Schnellmeldungen der staatlichen Hochschulen zum Wintersemester 2019/2020 aus.

Gegenwärtig sind demnach an den staatlichen Hochschulen 160.000 Studierende eingeschrieben, nach den Erfahrungswerten der vergangenen Jahre dürften an Nachrückern noch einmal 2000 dazukommen. Zusammen mit den privaten und konfessionellen Hochschulen dürfte die Zahl dann am Ende bei 190.000 bis 195.000 liegen. Die endgültigen Zahlen liegen Ende November vor.

Für den Regierenden Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD) bestätigt die hohe Zahl an Studierenden „die hohe Qualität unserer Hochschulen und die Attraktivität der Stadt insgesamt“. Dazu gehöre auch, dass zuletzt gut ein Drittel der frisch eingeschriebenen Studienanfängerinnen und Anfänger aus dem Ausland kam.

Allein an den drei großen Universitäten starten jetzt wieder Tausende Erstsemester ins Studium -  zum Wintersemester werden bekanntlich deutlich mehr Studienanfänger zugelassen als zum Sommer. So starten an der Humboldt-Universität 5678 Studierende in grundständigen Studiengängen (Bachelor und Staatsexamen), an der TU sind es 4839, die FU bietet 5778 Studienplätze in dem Bereich an.

Wegen Mehrfachbewerbungen werden Studienplätze überbucht

Die Bewerbungen in den Numerus-Clausus-Fächern überstieg dabei erneut die Zahl der Studienplätze um ein Vielfaches. An der FU gingen für den grundständigen Bereich rund 35.400 Bewerbungen ein, an der HU rund 40.500. Die TU erhielt für ihre gut 3000 Plätze in NC-Fächern rund 17.000 Bewerbungen. In diesen Bereichen bewegen sich die Zahlen seit längerem – an der HU waren es zum vergangenen sogar noch einige tausend Bewerbungen mehr.

Um wie viele Bewerberinnen und Bewerber es sich dabei hinter diesen Zahlen tatsächlich handelt, lässt sich schwer sagen: Schließlich können sich Studieninteressierte an mehreren Hochschulen bewerben. Sie könnten also auch bei allen Berliner Unis gleichzeitig Bewerbungen einreichen.

Deswegen erteilen die Unis auch immer mehr Zulassungen, als Studienplätze vorhanden sind, genauso wie Fluglinien manchmal Flüge überbuchen, um trotz Absagen ihre Kapazitäten ausschöpfen zu können. So heißt es aus der FU, dass für das Lehramt ISS/Gymnasium 2345 Zulassungen für 818 Studienplätze ausgesprochen wurden. Wie viele Bewerber dann tatsächlich einen Platz annehmen, steht noch nicht endgültig fest, da die letzten Nachfristen noch laufen.

Groß ist auch der Andrang für Plätze in den Wohnheimen der Berliner Studierendenwerke. Auf der Warteliste stehen laut Senatskanzlei aktuell 4200 Interessenten. In der kommenden Woche dürfte die Zahl noch weiter steigen, im Semester nimmt sie dann wieder erfahrungsgemäß ab. Die Senatskanzlei weist auch darauf hin, dass die Wartelisten für Wohnheime in anderen Städten noch länger sind: In München würden sie aktuell 10.000 Interessenten fassen, im deutlich kleineren Stuttgart immer noch 3800.

 

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