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Das Infrarot-Bild zeigt elf der insgesamt 13 bekannten Ringe des Uranus und zudem diverse Monde sowie Details seiner Atmosphäre wie etwa Wolken.

© NASA, ESA, CSA, STScI/Joseph DePasquale

Spektakuläre Aufnahme: Webb fängt die Ringe des Uranus ein

Ringe, Monde und Wolken: Neue Aufnahmen des Weltraumteleskops „James Webb“ zeigen den Eisriesen Uranus mit vielen, schwer einzufangenden Details.

Von Walter Willems

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Mit dem Weltraumteleskop „James Webb“ (JWST) sind spektakuläre neue Aufnahmen des Planeten Uranus gelungen. Die von den Weltraumbehörden von Europa (Esa) und der USA (Nasa) veröffentlichten Infrarot-Bilder zeigen elf der insgesamt 13 bekannten Ringe des Eisriesen und zudem diverse Monde sowie Details seiner Atmosphäre wie etwa Wolken.

Der in Bezug auf den Durchmesser drittgrößte Planet des Sonnensystems benötigt für eine Umrundung der Sonne 84 Jahre. Uranus ist einzigartig, weil seine Rotationsachse im Verhältnis zur Bahnebene um gut 90 Grad geneigt ist. Daher ist während jeder Hälfte des Uranus-Jahres entweder der Südpol oder aber der Nordpol direkt der Sonne zugewandt.

50.000
Kilometer beträgt der Durchmesser des Eisriesen Uranus

Auf den „JWST“-Bildern sieht man den derzeit der Sonne ausgesetzten Nordpol. Die helle Polkappe entsteht vermutlich, wenn der Pol direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt ist – die Ursache des Phänomens ist bislang nicht geklärt. Zwei leuchtende Flecken – einer am linken Rand der Polkappe, der andere am linken Rand des Planeten – sind nach Angaben der Esa Wolken, die mit Sturmaktivitäten zusammenhängen.

Das Infrarot-Bild zeigt elf der insgesamt 13 bekannten Ringe des Eisriesen Uranus
Das Infrarot-Bild zeigt elf der insgesamt 13 bekannten Ringe des Uranus und zudem diverse Monde sowie Details seiner Atmosphäre wie etwa Wolken.

© NASA, ESA, CSA, STScI

Der siebte Planet

Um den Planeten sind elf Ringe erkennbar, zwei davon bestehen aus Staubpartikeln. Manche Ringe sind auf der Aufnahme aufgrund ihrer Helligkeit und ihrer Nähe zueinander kaum voneinander zu unterscheiden. Zudem zeigt eine der Aufnahmen mehrere der 27 bekannten Monde des Eisriesen.

Gravity Assist: It’s Raining Diamonds on These Planets
Uranus and Neptune are two of the many exciting and mysterious objects in our universe that the James Webb Space Telescope will soon begin to explore. Temperature and pressure conditions are so extreme on these planets that carbon atoms could be crushed into diamonds in their atmospheres. And did you know that Uranus orbits on its side? Learn more about these planets and the Webb telescope’s upcoming observations from astrophysicist Naomi Rowe-Gurney, our guest on this week’s Gravity Assist.
Uranus und Neptun haben ähnliche Eigenschaften, nur ihr Blau ist anders.

© NASA/JPL-Caltech

Uranus ist bezüglich der Entfernung von der Sonne der siebte der acht Planeten des Sonnensystems. Lediglich Neptun ist noch weiter von unserem Zentralgestirn entfernt. Mit einer mittleren Distanz von etwa 2,9 Milliarden Kilometern ist Uranus gut 19 Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde (150 Millionen Kilometer). Der Durchmesser des Planeten ist mit rund 50.000 Kilometern etwa viermal so groß wie der der Erde.

Das „James Webb-Weltraumteleskop“ wurde gemeinsam von den Weltraumbehörden in Europa, den USA und Kanada gebaut. Es war Ende 2021 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All gestartet. Mitte Juli 2022 wurden die ersten Aufnahmen des Teleskops veröffentlicht, im vorigen September wurden dann neue Bilder des Planeten Neptun vorgestellt.

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