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Sänger Johannes Oerding singt auf der schwimmenden Bühne der ZDF-Silvestershow am Chicagikai vor dem Westfield Hamburg-Überseequartier in der Hafencity.

© dpa/Christian Charisius

„Sind da überhaupt mehr als 250 Leute?“: ZDF-Silvesterparty in Hamburg bleibt hinter Erwartungen zurück

Erstmals sendete das ZDF die Silvestershow aus Hamburg statt aus Berlin. Doch vor Ort sollen nur 9000 Zuschauer gewesen sein, auch die Einschaltquote sank auf 2,47 Millionen.

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Die Premiere der ZDF-Silvesterparty in Hamburg ist verhalten aufgenommen worden. Weniger Besucher als erhofft kamen zur Show an der Elbe, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet. Nach 15 Jahren am Brandenburger Tor hatte das ZDF den traditionellen Jahreswechsel erstmals in die Hansestadt verlegt – doch Quote, Reichweite und Stimmung blieben Berichten zufolge deutlich hinter den Berliner Ausgaben zurück.

Am Silvesterabend begrüßten Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner das Publikum live zur rund viereinhalbstündigen Sendung „Willkommen 2026“ aus der Hafencity. Dort war eine schwimmende Bühne auf der Elbe aufgebaut.

Für Musik sorgten unter anderem Johannes Oerding, Michael Patrick Kelly, Kerstin Ott, die britische Boygroup Blue, die österreichische Band Wanda, DJ Felix Jaehn, ATC, Jenny von Ace of Base und die Lokalmatadoren Lotto King Karl sowie der Shantychor De Tampentrekker, bekannt aus „Inas Nacht“. Während der Show gab es Live-Schaltungen auf die Reeperbahn und an die Landungsbrücken.

Deutlich weniger Besucher als erhofft

Doch das Programm konnte offensichtlich keinen großen Andrang bewirken: Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, kamen nur rund 9000 Menschen an den Chicagokai. Damit bot Hamburg deutlich weniger Platz als Berlin – dort verfolgten regelmäßig mehrere Zehntausend Menschen die ZDF-Silvestershow.

12.000
Besucher sollen am Chicagokai Platz gehabt haben – gekommen sind offenbar nur 9000.

3000 Menschen mehr sollen auf der begrenzten Fläche Platz gehabt haben, weshalb der Veranstalter kurzfristig noch eine Abendkasse eingerichtet haben soll. 49 Euro kostete ein Ticket. In Berlin war die Veranstaltung immer kostenlos.

Das Gelände vor der Bühne wirkte im Fernsehen ziemlich leer – ein deutlicher Kontrast zu den Bildern vom Brandenburger Tor – wie auch vielen Zuschauern auffiel. „Warum ist da fast keiner vor Ort?“, „Findet das in Hamburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt?“ und „Sind da überhaupt mehr als 250 Leute?“, fragten sich Nutzer der Onlineplattform X.

Niedrige Einschaltquote im Fernsehen

Während in den Vorjahren regelmäßig mehr als drei Millionen Menschen die Silvestershow aus Berlin verfolgten, erreichte „Willkommen 2026“ aus Hamburg nach Angaben des Branchenportals „dwdl.de“ nur 2,47 Millionen Zuschauer. Mit einem Marktanteil von 14,1 Prozent verlor das ZDF gegen den „Silvester-Schlagerboom 2026 live“. Die ARD-Show erlangte mit 4,55 Millionen Zuschauern einen Anteil von 25,7 Prozent und war damit die meistgesehene Sendung an Silvester.

Auch das Feuerwerk, das um Mitternacht, von Schleppern hinter der Bühne über der Elbe abgefeuert wurde, soll laut dem Nachrichtenportal „t-online“ deutlich kleiner ausgefallen sein als die bisherigen Feuerwerke am Brandenburger Tor.

Die traditionelle Feier am Brandenburger Tor war vom Veranstalter abgesagt worden, nachdem das Land Berlin die öffentlichen Zuschüsse gestrichen hatte. An dem Wahrzeichen der Hauptstadt wurde in diesem Jahr dennoch gefeiert – mit einer DJ-Party ab 22 Uhr und einem siebeneinhalbminütigen Feuerwerk, das ab Mitternacht live im Ersten übertragen wurde. (Tsp/dpa)

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