• 13-Jähriger in Berlin erstochen: Tatverdächtiger vom Monbijoupark stellt sich der Polizei
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13-Jähriger in Berlin erstochen : Tatverdächtiger vom Monbijoupark stellt sich der Polizei

Bei einem Streit in Berlin-Mitte stirbt ein 13 Jahre alter Junge durch einen Messerstich. Nun hat sich ein 41-Jähriger der Polizei gestellt.

Polizisten und Kriminaltechniker stehen im Monbijoupark in Berlin-Mitte.
Polizisten und Kriminaltechniker stehen im Monbijoupark in Berlin-Mitte.Foto: Paul Zinken/dpa

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 13 Jahre alten Jungen am Samstagabend in Berlin-Mitte hat sich am Montag der mutmaßliche Täter bei der Polizei gestellt. Es handelt sich laut Staatsanwaltschaft um eine 41 Jahre alten Mann mit türkischer Staatsbürgerschaft.

Der Verdächtige wurde noch am Montag von den Ermittlern vernommen. Nach Tagesspiegel-Informationen soll er der Polizei bereits durch Körperverletzungsdelikte aufgefallen sein.

Der 13-jährige Syrer war gemeinsam mit anderen Jugendlichen und Erwachsenen am späten Samstagabend unterwegs. Im Tunnel zwischen James-Simon- zum Monbijoupark geriet die siebenköpfige Gruppe gegen 22.40 Uhr mit einem Mann in Streit.

Der soll dem 13-Jährigen zunächst zwei Mal in den Bauch gestochen haben. Der Junge verstarb kurze Zeit später. Als der Mann einige Schritte weitergegangen war, soll ein 22-Jährige aus der Gruppe auf den Mann losgegangen sein. Der Mann stach ihm in die Schulter, der 22-Jährige wurde schwer verletzt. Der Täter soll dann laut Augenzeugen erneut ruhig weitergelaufen sein.
Der 13-Jährige Mohammed war mit seiner Mutter vor einigen Jahre vor dem Krieg in Syrien nach Berlin geflüchtet. Auch sein Vater und weitere Geschwister kamen nach Deutschland. Sie sind nach eigenen Angaben Palästinenser und lebten in einem Flüchtlingslager bei Damaskus.

Der Junge hat nicht mehr bei seiner Familie gelebt, sondern war nach Angaben seines Vater seit drei Wochen über den Kindernotdienst in Obhut des Jugendamtes..

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Er war nach Tagesspiegel-Informationen bereits polizeibekannt. Die Jugendverwaltung wollte sich zunächst nicht näher zu dem Fall äußern, weil es sich um einen Minderjährigen handelt. Die Jugendverwaltung gehe jetzt Hinweisen nach, wonach sich der Junge in einer Jugendhilfemaßnahme befunden haben soll, sagte eine Sprecherin.

Die Flüchtlings-Hilfsorganisation „Moabit hilft“ drückte am Montag ihre Trauer bei Facebook aus: „Wir sind fassungslos, es fällt schwer, diese Zeilen zu schreiben. Mohammad, wir werden Dich nie vergessen. Unser aufrichtiges Beileid an seine ganze Familie.“

In den sozialen Medien und aus dem Umfeld der Opfer war zunächst über einen rassistischen Hintergrund der Tat spekuliert worden. Die Staatsanwaltschaft hat bislang aber keinen Hinweis auf ein rassistisches Motiv.

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