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Es gibt noch Hoffnung: vielleicht kommen doch noch Weihnachtsgeschenke an.

© Mike Wolff HF

Von Schöneberg nach Prenzlauer Berg: 39 Tage für ein Paket innerhalb Berlins

Jetzt ist es doch noch angekommen: Das Weihnachtspäckchen im Prenzlauer Berg. Ein Hoch auf die Entschleunigung.

Die Freundin ist eine Perle. Wenn sie plant, funktioniert’s. Deshalb gab sie das Weihnachtspäckchen für ihre beiden Patenkinder in Prenzlauer Berg bereits am 16. Dezember auf. In Schöneberg. Google Maps gibt für die Strecke 7,1 Kilometer an, also 7100 Meter. Weihnachten warteten die Kinder vergeblich, glücklicherweise sind sie nicht mehr klein und wissen schon einiges über Enttäuschungen. Nicht nur Weihnachten, auch das neue Jahr ging ins Land.

Mit jedem Tag schwand die Hoffnung, ab 15. Januar wurde die Frage „Ist das Paket gekommen?“ zur geflügelten Redewendung. Doch der Postzusteller Wege sind wundersam: Am Mittwoch, dem 24. Januar, war es plötzlich da, das Paket. Es sah aus, als wäre ein Rentier draufgetreten. Lädiert und irgendwie genervt. Einige der Schokoweihnachtsmänner wirkten angeknabbert. Aber es war angekommen! Nach 39 Tagen. Legt man einen Acht-Stunden-Tag zugrunde macht das knapp 23 Meter pro Stunde. Entschleunigt eben.

So, wie einige Berliner, die sich erst jetzt von ihren Weihnachtsbäumen trennen. Für die und alle anderen hat die BSR ein Online-Formular entwickelt: „Weihnachtsbaum-Entdecker“. Einfach eintragen, wo ein Nadelteil liegt – schon wird es abgeholt. Per Auto. Glaube ich.

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