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Plakate gegen den Verkauf von Mietwohnungen an die Deutsche Wohnen hängen an einer Gebäudefassade in der Karl-Marx-Allee.

© Christoph Soeder/dpa

Update

Rekommunalisierung in Berlin: Berlin kauft mehr als 670 Wohnungen an der Karl-Marx-Allee

Ursprünglich wollte die Deutsche Wohnen die Immobilien an der Karl-Marx-Allee erwerben. Nun hat die landeseigene Gewobag den Vertrag unterschrieben.

Das Land Berlin kauft 670 Wohnungen an der Karl-Marx-Allee. Am Montag gab die Senatskanzlei bekannt, die landeseigene Gewobag habe bereits am Freitag das Vertragsangebot für den Kauf der drei Blöcke (C-Nord und Süd, und D-Nord) an der Karl-Marx-Allee an die bisherige Eigentümerin, die private Immobilienfirma Predac beurkundet. Ein Kaufpreis wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Dazu heißt es lediglich: "Das Land unterstützt die Gewobag bei diesem Erwerb finanziell, es wird voraussichtlich für das Paket mit den drei Blöcken insgesamt eher weniger Mittel aufbringen müssen als für den vorbereiteten sogenannten gestreckten Erwerb."

Dem vorausgegangen ist ein längerer Streit über den Erwerb von fünf Häuserblöcken durch die Deutsche Wohnen. Mieter hatten gegen die Pläne protestiert.

Das Vertragsangebot beinhalte die "unverzügliche Übernahme aller Wohnungen und Gewerbeeinheiten, die nicht einzeln von bisherigen Mietern erworben werden", heißt es in der Mitteilung der Senatskanzlei. "Weiterhin ist Bestandteil des Vertrags, dass den Mietern ein Angebot mit vollständigen Unterlagen und Zuordnung eines Kellers zur Eigentumsbildung unterbreitet wird. Falls die Mieterinnen und Mieter dieses Angebot nicht wahrnehmen möchten, entstehen ihnen daraus keine Nachteile."

Müller: Ein „erster, guter Schritt"

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) teilt dazu mit, er habe die Absicht, wo es gehe Wohnungen zu kaufen, damit Berlin wieder mehr Kontrolle über den Wohnungsmarkt erlange: „Diese 670 Wohnungen sind ein erster, guter Schritt in diese Richtung. Dafür haben wir intensive Gespräche mit der Deutschen Wohnen geführt und wir werden auch noch weitere Gespräche mit der DW führen."

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Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) erklärte: „Das ist ein großartiger Erfolg von Senat, Bezirk und Mieterbeirat und eine gute Nachricht für alle Mieterinnen und Mieter, die mit ihrem engagierten Kampf gegen eine Übernahme der Bestände durch die Deutsche Wohnen und ihre Bereitschaft für unkonventionelle Wege zur Rekommunalisierung maßgeblich zum Gelingen beigetragen haben.“

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