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Berlin-Kreuzberg : Nicht in den offenen Vollzug zurückgekehrt - aber ein Stück Ohr ab

Ein Intensivstraftäter kehrte nach dem Ausgang nicht ins Gefängnis zurück - stattdessen wurde ihm am U-Bahnhof Schönleinstraße in Stück Ohr abgebissen.

Symbolbild.
Symbolbild.Foto: Patrick Pleul/dpa

Er ist Intensivstraftäter, war im offenen Vollzug – kehrte aber am Samstag nach einem genehmigten Ausgang nicht ins Gefängnis zurück. Stattdessen wurde einem 21-Jährigen am Sonntag ein Stück des rechten Ohres abgebissen – und er landete doch wieder im Knast.

Die Polizei war am Vormittag wegen einer Schlägerei am U-Bahnhof Schönleinstraße in Kreuzberg alarmiert worden. Der Grund: Zeugen hatten beobachtet, wie der 21-Jährige in der U 8 in Richtung Herrmannstraße einem 37-Jährigen unvermittelt eine Glasflasche mehrmals auf den Kopf und ihn mit der Faust geschlagen hatte. Andere Fahrgäste griffen ein und trennten die beiden betrunkenen Männer voneinander.

Der Intensivstraftäter sitzt wegen mehrfachen Raubes und Gewalt ein

Am U-Bahnhof Schönleinstraße stieg der 21-jährige Angreifer aus und lief zum Kottbusser Damm. Dort hielten ihn Passanten fest. Plötzlich tauchte sein Kontrahent, der ihm gefolgt war, wieder auf, stürzte sich auf den Jüngeren und biss ihm ein Stück des rechten Ohres ab. Beide Männer wurden in Krankenhäuser gebracht. Der Ältere musste wegen einer Kopfplatzwunde und einer Risswunde behandelt werden. Der Intensivtäter lehnte einen chirurgischen Eingriff ab. Die Polizei übergab ihn der Justiz.

Nach Angaben der Justizsenatsverwaltung saß der 21-Jährige in der Jugendstrafanstalt ein. Als er am Samstagabend nicht zurückgekehrt war, sei eine Fahndung ausgelöst worden. Am Sonntag sei er am frühen Nachmittag in die Jugendstrafanstalt zurückgebracht worden, diesmal in den geschlossenen Vollzug. sagte ein Sprecher der Justizsenatsverwaltung. In einem Krankenhaus wurde er dann doch noch behandelt.

Laut Justizsenatsverwaltung verbüßt der mehrfach vorbestrafte Mann eine Jugendstrafe von zwei Jahren unter anderem wegen vier Raubtaten und gefährlicher Körperverletzung. Mitte Dezember 2018 wäre er frei gekommen.

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