
© IMAGO/Zoonar/IMAGO/Zoonar.com/Makoto Honda
Mehr Kanada, aber noch viel mehr Osteuropa: Der BER bietet frische Flugziele für das neue Jahr
Für Flugreisende wird es ein gutes Jahr. Für den Flughafen wahrscheinlich auch. Eine Übersicht über die Pläne der Fluggesellschaften.
Stand:
Die Kanaren, Mallorca, Barcelona, Rom, Paris, Lissabon, Mailand, Zürich – alles schon abgehakt? Jedes Jahr schütteln die Fluggesellschaften ihr Angebot neu durch und bieten neue, frische Ziele an. Immerhin 130 Ziele in 50 Ländern können mittlerweile vom Berlin-Airport, dem Flughafen Berlin-Brandenburg in Schönefeld, erreicht werden. Wer sich schnell informieren möchte, wie lange es nach Baku oder Reykjavik dauert, kann sich auf der Flugzielkarte des BER einen schnellen Überblick verschaffen.
Seit Ende Oktober beispielsweise bietet die französische Fluggesellschaft Transavia zweimal wöchentlich Marrakesch oder Agadir in Marokko als „Wintersonnenziel“ an. Der Flug in beide Städte dauert jeweils nur viereinhalb Stunden.

© AFP/KHALED DESOUKI
Amman in Jordanien wäre noch ein Ziel. Angeboten von der „Royal Jordanian Airlines“. Oder Dschidda in Saudi Arabien. In die Hafenstadt am Roten Meer mit Weltkulturerbe-Status fliegen gleich zwei Gesellschaften, Eurowings und flynas.
Seit November fliegt die Lufthansa-Tochter Eurowings außerdem einmal pro Woche sonntags in die Sonne nach Marsa Alam am Roten Meer in Ägypten. Dubai und Hurghada sind mit Condor ebenfalls ständig erreichbar, mit Condor.
Croatia Air fliegt die Berliner und Brandenburger nach Zagreb, soll auch wärmer sein als bei uns, Easyjet, einer der traditionellen Anbieter in Schönefeld, steuert neuerdings auch nach Sevilla.
Wer doch lieber ein Winterschneesturmziel anpeilen möchte, kann mit Eurowings zwischen dem 31. Januar und 21. März 2026 nach Kittilä in Finnland fliegen, leider noch nicht auf der Flugzielkarte verzeichnet.
Der ungarische Carrier Wizz Air bietet interessante Destinationen in Osteuropa an. Neu im Programm ist Bukarest, andere Routen wurden ausgebaut, wie Tirana in Albanien, Varna in Bulgarien oder Chişinău in Moldawien. 33 Prozent mehr Flüge habe der Osteuropa-Spezialist ins Programm genommen, vermeldete die Flughafengesellschaft schon im Oktober.
Im Frühjahr 2026 will Wizz Air zwei neue Verbindungen starten, ab 16. März nach Bratislava in der Slowakei und ab 30. März nach Tuzla in Bosnien-Herzegowina.
Ryanair streicht Flugplan zusammen
Da fragt man sich, warum Wizz Air kann, was andere Unternehmen wegen angeblich überhöhter Flughafengebühren und Verkehrssteuern für unmöglich halten. Ryanair ätzt weiter gegen den Standort Deutschland und hat Verbindungen vom BER nach Tel Aviv, Riga, Chania, Luxemburg, Kaunas, Brüssel und Krakau aus seinem Programm gestrichen. Vorläufig. Chania auf Kreta wird aber auch von Easyjet angeflogen, bleibt also im Rennen.
Ein weiterer Liebling am BER ist Eurowings. Für den Sommerflugplan ab Ende März hat die Lufthansa-Tochter gleich sechs neue Verbindungen angekündigt. Dreimal in der Woche soll es nach Lissabon gehen, zweimal die Woche nach Sarajevo und bis zu zwölfmal pro Woche nach London Heathrow.
Außerdem wurde Italien ins Programm genommen, mit Neapel und Olbia, und Griechenland mit Kavala. Außer London und Lissabon starten die Verbindungen aber erst Ende Juni beziehungsweise Anfang Juli.
Ein perfektes Sommersonnenziel ist Montreal, das ab dem 3. Juli 2026 – vorläufig bis Oktober – am BER angeboten wird. Eine der wenigen echten Langstreckenverbindungen, auf die Berlin seit Jahren vergeblich wartet.
„Wir freuen uns sehr, mit Air Canada eine weltweit renommierte Airline für den BER zu gewinnen“, sagte Flughafenchefin Aletta von Massenbach. Air Transat will wie schon im vergangenen Sommer ab Mai wieder nach Toronto fliegen. Die Stadt ist auch Austragungsort während der Fußball-WM.
Sieben Langstreckenziele im Programm
Damit erhöht sich die Zahl der direkt erreichbaren Langstreckenziele nach BER-Angaben auf sechs (New York, Peking, Doha, Dubai). Die PR-Profis am BER haben offenbar übersehen, dass Eurowings seit November dreimal wöchentlich nach Abu Dhabi startet.
Wie es aussieht, wird das Verwirklichen von Urlaubsträumen per Flugzeug auch im nächsten Jahr ein Grundbedürfnis der Deutschen bleiben. Trotz tiefgreifender Wirtschaftsprobleme und teils schlechter Presse konnte der BER im vergangenen Jahr ein leichtes Plus an Fluggästen verzeichnen.
In diesem Jahr rechnet Aletta von Massenbach mit 26 bis 27 Millionen Fluggästen, das sind immer noch neun Millionen weniger als im letzten Jahr von Tegel und Schönefeld-Alt.
- showPaywall:
- false
- isSubscriber:
- false
- isPaid: