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Start der Grünen Woche: Berlin lockt mit Wurst, Marzipan, Bier – und Tim Raue
Im 100. Jubiläumsjahr der Grünen Woche gibt es auch viel Kulinarisches aus Berlin zu entdecken, darunter Honig aus Tempelhof. Außerdem soll auf dem Gelände unterm Funkturm ein Fernsehturm aus Steinchen nachgebaut werden.
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Am Freitag öffnet die Grüne Woche. Die Agrarmesse gilt als weltweit wichtigste Ausstellung für Gartenbau und Landwirtschaft. „Die Grüne Woche ist jünger und grüner denn je und ein Besuchermagnet seit ihrer ersten Ausgabe vor 100 Jahren“, sagte Burkhard Kieker, der Geschäftsführer von Visit Berlin – der landeigenen Agentur für Stadtmarketing.
Visit Berlin erwartet zwischen dem 16. und 25. Januar rund 300.000 Gäste und 1400 Aussteller aus 60 Ländern. Darunter ist in diesem Jahr erstmals die Initiative „Crafted in Berlin“. An dem aus Übernachtungssteuereinnahmen finanzierten Stand stellen sich Manufakturen aus der Hauptstadt vor, „die mit viel Handwerk, guten Zutaten und klarer Handschrift ihre Erzeugnisse und Produkte kreieren“, wie es bei Visit Berlin heißt. Der Stand befindet sich in der „Berlin“-Halle 21b.
Messebesucher:innen können an dem Stand auch Honig von der Tempelhofer Imkerei Kaiserhonig probieren, oder Gin von AA Spirits, Produkte von Fisch-Borke vom Müggelsee oder Craft-Bier der Brauerei Dolle Molle. Eine Übersicht der feilgebotenen Waren und Steckbriefe der Manufakturen hat Visit Berlin auf seiner Webseite zusammengestellt.
Modell des Fernsehturms
An einem großen Berlin-Stand wartet die Stadt zudem mit Sternekoch Tim Raue auf, der vor Publikum Currywurst braten soll. Auch ein Weltrekordversuch wird gewagt: BRYX Berlin, eine deutsche Marke für Klemmbausteine (ähnlich wie Lego), möchte das größte freistehende Klemmbaustein-Modell des Berliner Fernsehturms zusammenstecken.
Die Grüne Woche hatte 1926 als regionale Landwirtschaftsausstellung begonnen. Zur ersten Ausgabe kamen angeblich 50.000 Besucher:innen. Aber schon in den Jahren zuvor hatten sich Händler:innen über die Stadt verteilt der Öffentlichkeit präsentiert. Sie waren in grüne Lodenmäntel gekleidet, vermutlich hat die Grüne Woche daher ihren Namen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und in einzelnen anderen Jahren hatte die Messe pausiert. Obwohl sie in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, öffnet sie deshalb erst zum 90. Mal ihre Tore. Bei einem Pressetermin am Mittwoch äußerte sich der Bauernverband zur Lage der Landwirt:innen in Deutschland. „Die Preissituation an den Agrarmärkten ist im Moment desaströs“, sagte Verbandspräsident Joachim Rukwied. Der Schweinepreis sei zuletzt auf 1,45 Euro pro Kilogramm gesunken, der Getreidepreis unter dem Niveau der frühen 1980er-Jahre angelangt. (mit dpa)
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