zum Hauptinhalt
Cerstin Richter-Kotowski (CDU) ist seit 2006 Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Bürgerdienste in Steglitz-Zehlendorf, 2011 kam das Schul- und Sportamt hinzu.

© Anett Kirchner

Die Bildungsstadträtin von Steglitz-Zehlendorf kritisiert den Senat, weil die Bezirke "seit vielen Jahren für die Erhaltung" der Schulen und der öffentlichen Infrastruktur "zu wenig Geld bekommen". Sie fordert ein Konjunkturprogramm.

Angesichts des großen Sanierungsstaus bei Schulen und öffentlichen Gebäuden, der jetzt schon eine Summe von mehr als zwei Milliarden Euro notwendig macht, warnt die Bildungsstadträtin von Steglitz-Zehlendorf vor einem Zusammenbruch der Infrastruktur. Cerstin Richter-Kotowski (CDU) sagte dem Tagesspiegel: "Die Lage für manche Schulen im Bezirk, vor allem aber die Gesamtlage der öffentlichen Infrastruktur, ist dramatisch, weil wir seit vielen Jahren für die Erhaltung zu wenig Geld vom Senat bekommen. Es besteht deshalb die große Gefahr, dass unsere Infrastruktur in Bereichen teilweise nicht mehr zu retten sein könnte." Richter-Kotowski fordert deshalb alle politisch Verantwortlichen in der Stadt zu einem "gezielten, großen Kraftakt" auf. "Wir brauchen ein Konjunkturprogramm, um den Sanierungsstau dauerhaft zu lösen. Dafür müssen sich alle gemeinsam einsetzen."

Richter-Kotowski äußerte sich auch zu der Fichtenberg-Oberschule, die besonders hart vom Zerfall der Bausubstanz betroffen ist. Der Tagesspiegel berichtet auf seiner Reportage-Seite über die unglaubliche Geschichte dieses Steglitzer-Gymnasiums.

Die Stadträtin sagte dem Zehlendorf Blog des Tagesspiegels zudem: "Wir leisten in diesem Bezirk sehr viel, und wir haben auch viel auf den Weg gebracht, zum Beispiel die Rothenburg-Grundschule, die Max-von-Laue-Schule oder das Gymnasium Steglitz. Bei allem Verständnis für Kritik, auch Erfolge müssen anerkannt werden. Wir tun, was wir können. Ich versichere allen, dass wir die Fichte nicht alleine lassen."

Allerdings schloss Richter-Kotowski auch schwerwiegende Konsequenzen für die Schule nicht aus, weil die Situation derzeit noch unklar ist. Sie sagte wörtlich: "Ich kann nichts ausschließen. Wir wissen noch nicht, wie groß der Gesamtsanierungsbedarf beim Fichtenberg-Gymnasium ist. Nicht nur an dieser Schule gibt es Probleme, das muss allen klar sein."

Lesen Sie hier die Reportage über die Fichtenberg-Oberschule. Dieser Text erscheint auf dem Zehlendorf Blog, dem Online-Magazin aus dem Südwesten.

Zur Startseite