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Eine Straßenbahn wird in der Tram-Werkstatt im BVG-Betriebshof Lichtenberg gewartet.
© Thilo Rückeis

Standort in Gewerbegebiet steht fest: Keine Enteignungen für neuen Tram-Betriebshof in Pankow

400 Grundstücksbesitzer können aufatmen – der Standort für das neue Tramdepot in Berlins Nordosten wird nun doch woanders errichtet.

Von Christian Hönicke

Der neue Tram-Betriebshof für den Berliner Nordostraum soll im Gewerbegebiet Heinersdorf errichtet werden. Das teilte die Senatsverkehrsverwaltung auf Anfrage des SPD-Abgeordneten Torsten Hofer mit. Die Baukosten belaufen sich laut BVG-Schätzungen auf etwa 120 Millionen Euro und können mit denen des Tram-Standortes Adlershof verglichen werden.

Aufatmen dürfen nun insbesondere Nutzer der Erholungsanlage Blankenburg. Hier wären durch das neue, sechs Hektar große Depot bis zu 400 Grundstücke betroffen gewesen. Viele sind mit Wohnhäusern bebaut und befinden sich in Privateigentum, hätten also enteignet werden müssen.

[Der Artikel stammt aus dem kommenden Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Pankow, der immer donnerstags erscheint. Den gibt es hier: leute.tagesspiegel.de]

Laut Verkehrsverwaltung wurde der Standort gemeinsam mit dem Gewerbegebiet Heinersdorf "gleichrangig auf dem 1. Rang" gesehen. Doch "unter Berücksichtigung der sozialen Härten" habe man sich gegen die Erholungsanlage entschieden.

Von BVG, Senat und Bezirk wurden dabei bis zuletzt folgende Standort-Alternativen geprüft:

  • Blankenburger Süden zwischen der Bundesautobahn (BAB) A 114 und der Stettiner Bahn auf dem Gebiet der Erholungsanlage
  • Blankenburger Süden: Gewerbegebiet Heinersdorf
  • Buchholz-Nord: Schönerlinder Straße/Bucher Straße (Gewerbegebiet),
  • Karower Kreuz
  • Blankenburger Süden: ehemaliges Rieselfeld
  • Blankenfelde: Elisabeth-Aue
  • Darßer Straße

"Ich hätte den neuen Straßenbahnbetriebshof im Nordostraum gerne auf der Elisabeth-Aue gehabt, da es sich hierbei um eine wichtige Investition in die öffentliche Infrastruktur handelt", erklärt Hofer. "Aber mit der Entscheidung zugunsten des Gewerbegebiets Heinersdorf kann ich auch gut leben, da damit viele Konflikte entschärft werden."

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