
© imago/Seeliger
Bezirk will „Rennstrecken“ verhindern: Marzahn-Hellersdorf plant neue Fahrradstraßen
Vor 25 Jahren richtete der Bezirk im Osten Berlins eine Fahrradstraße ein – bis heute ist es dort die einzige geblieben. Doch jetzt sollen gleich mehrere Verkehrsberuhigungen entstehen.
Stand:
Als Marzahn-Hellersdorf im Mai 2000 die Alberichstraße in Biesdorf-Süd zur Fahrradstraße umbaute, war dies die erste ihrer Art in ganz Berlin. Im Bezirk ist es bis heute auch die einzige.
Jetzt konkretisieren sich die Pläne für drei weitere Straßen und damit insgesamt bis zu zehn Kilometer, auf denen der Fahrradverkehr noch in diesem Jahr bevorzugt werden soll. Neue Fahrradwege sind für 2026 hingegen nicht geplant.
Kaulsdorf macht den Anfang
In seiner Sitzung im November vergangenen Jahres beschloss der bezirkliche FahrRat, dass sich der Bezirk zunächst auf die Bergedorfer Straße in Kaulsdorf konzentrieren soll. Mit der Einrichtung einer Fahrradstraße soll dort vor allem verhindert werden, dass der Abschnitt als „Rennstrecke“ genutzt wird.
Der FahrRat ist ein bezirkliches Beratungsgremium für die Förderung des Radverkehrs, der sich unter anderem aus Mitgliedern von ADFC, BUND, BVG, Polizei, infraVelo und Bezirksverordneten zusammensetzt.
Maximal 30 km/h erlaubt
Als zweite Priorität gilt die Alternativroutine zum stark befahrenen Hultschiner Damm, welche Radfahrende entlang der Nebenstraßen von Wilhelm-Blos-Straße über Schrobsdorfstraße, Pilsener Straße und Wolfsberger Straße führt. Außerdem soll die Alberichstraße, die als erste Fahrradstraße deutlich in die Jahre gekommen ist, saniert und an die Wulkower Straße angeschlossen werden.
In Fahrradstraßen ist Autos, Lkws und Motorrädern die Einfahrt nicht gestattet, es sei denn, ein Zusatzschild „Anlieger frei“ erlaubt die Zufahrt für Anwohnerinnen und Anwohner. Es gilt ein Tempolimit von 30 km/h und der Vorrang für Radfahrende, die auch nebeneinander fahren dürfen.
- showPaywall:
- false
- isSubscriber:
- false
- isPaid: