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Warndreieck

© Eberhard Spaeth - stock.adobe.com/Eberhard Spaeth

Wasserrohrbruch in Berlin-Prenzlauer Berg: Storkower Straße bleibt wochenlang gesperrt

Berlin, 1927: Eine Wasserleitung aus Gusseisen wird verlegt. Berlin, fast 100 Jahre später: Genau diese Leitung bricht – und sorgt für wochenlanges Verkehrschaos mitten im Winter.

Von Olivia Grobosch

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Ein Wasserrohrbruch sorgt seit Donnerstagmorgen in Prenzlauer Berg für Umwege: Die Storkower Straße ist zwischen Landsberger Allee und Kniprodestraße vollständig für den Verkehr gesperrt. Wegen der aktuellen Witterung mit Schnee und anhaltendem Frost sei eine vollständige Reparatur derzeit nicht möglich, teilte die Verkehrsinformationszentrale Berlin mit.

Das Problem laut den Berliner Wasserbetrieben: Die beschädigte Wasserleitung verläuft quer unter der Storkower Straße auf Höhe der Hausnummer 132. Die Leitung stammt aus dem Jahr 1927 und besteht aus Grauguss – einem Material, das heute nicht mehr verwendet wird, weil es Erschütterungen nur schlecht standhält.

Nun müssen rund 18 Meter der Leitung mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern ausgetauscht werden. Eine von den Wasserbetrieben beauftragte Baufirma hat mit den Arbeiten begonnen und dabei den gerade noch nicht gefrorenen Boden genutzt. Der eigentliche Rohrwechsel soll bis Mitte der kommenden Woche abgeschlossen sein.

Die Straßenarbeiten können jedoch vorerst nicht abgeschlossen werden. Bei Frost könne der Boden nicht ausreichend verdichtet werden, so die Wasserbetriebe. Zudem würden Asphaltmischwerke bei den derzeitigen Temperaturen kein Material liefern. Daher gehen die Berliner Wasserbetriebe von einer Sperrung von rund vier Wochen aus – abhängig von der Wetterentwicklung. Sobald die Temperaturen wieder im Plusbereich liegen, soll der unterspülte und aufgebrochene Straßenabschnitt vollständig erneuert werden.

Anwohner:innen sind vom Schaden nicht betroffen: In dem Bereich gibt es keine Wohnbebauung. Unternehmen werden dort weiterhin stabil mit Wasser versorgt.

Auswirkungen gibt es jedoch auf den öffentlichen Nahverkehr: Die BVG-Buslinie 156 wird umgeleitet. In Fahrtrichtung Stadion Buschallee fährt der Bus zwischen der Max-Brunow-Straße und der Kniprodestraße/Storkower Straße über die Conrad-Blenkle-Straße. Ein Umleitungskonzept für den Individualverkehr wird laut der Pressesprecherin der Berliner Wasserbetriebe noch erarbeitet.

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