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Diese Karte der Berliner Feuerwehr zeigt das vom Stromausfall betroffene Gebiet.

© Tagesspiegel Infografik/Quelle: Berliner Feuerwehr

Update

Stromausfall im Berliner Südwesten: Dieses Gebiet ist betroffen und diese Verhaltenshinweise geben Polizei und Feuerwehr

Strom weg, Heizung aus, Handy ohne Empfang: Viele sind aufgeschmissen durch den großen Ausfall in Steglitz-Zehlendorf. Diese Hinweise geben die Behörden – und diese Bitte haben sie.

Stand:

45.400 Haushalte und 2200 Gewerbekunden sind am Samstagmorgen von einem großflächigen Stromausfall im Berliner Südwesten überrascht worden. Betroffen sind die Ortsteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Strom weg, Heizung aus, Handy ohne Empfang: Viele sind aufgeschmissen. Polizei und Feuerwehr geben daher Hinweise, wo es Hilfe gibt, was getan und unterlassen werden sollte.

Polizei und Feuerwehr bitten darum, die Leitungen beim Notruf für akute Notfälle freizuhalten und nicht etwa nur anzurufen, weil man sein Handy nicht laden kann. Wer nicht telefonieren und damit auch nicht den Notruf erreichen kann, kann die verstärkt in den Straßen anzutreffenden Einsatzkräfte ansprechen. Außerdem besteht die Möglichkeit, über die Öffentlichen Verkehrsmittel einen Notruf abzusetzen.

Die Berliner Feuerwehr hat elf Notrufannahmestellen eingerichtet. Dort ist es möglich, Notrufe abzusetzen, Hilfe und Informationen zu bekommen. Bei diesen Stellen wird vorerst aber keine Versorgung oder Betreuung darüber hinaus möglich sein.

Die Notrufannahmestellen befinden sich hier:

  • Rathaus Wannsee (Chausseestraße / Königstraße) 
  • Mexikoplatz
  • Carl-Schumann-Sportanlage (Osdorfer Straße 52) 
  • Hildburghauser Straße / Tirschenreuther Ring
  • Andréezeile / Ladiusstraße
  • Osdorfer Straße 16
  • S-Bahnhof Wannsee (Kronprinzessinnenweg 250)
  • OBI Heimwerkermarkt (Goerzallee 189)
  • S-Bahnhof Zehlendorf (Teltower Damm 35)
  • Feuerwache Wannsee (Kronprinzessinnenweg 20)
  • Johannes-Niemayer-Weg (Bernhard-Beyer-Straße)

Zudem gibt es Hilfe bei den nächstgelegenen Polizeiwachen:

  • Abschnitt 43 – Alemannenstraße 10, 14129 Berlin
  • Abschnitt 46 – Gallwitzallee 87, 12249 Berlin
  • Abschnitt 44 – Götzstraße 6, 12099 Berlin
  • Abschnitt 45 – Augustaplatz 7, 12203 Berlin

Die Feuerwehr ist in jedem Fall in den jeweiligen Wachen anzutreffen, falls der Notruf nicht funktioniert:

  • Feuerwache Lichterfelde – Goethestraße 7, 12207 Berlin
  • Feuerwache Steglitz – Südendstraße. 18 A, 12169 Berlin
  • Feuerwache Wannsee – Kronprinzessinnenweg 20, 14109 Berlin
  • Feuerwache Zehlendorf – Charlottenburger Straße 10-12, 14169 Berlin
  • Freiwillige Feuerwehr Lichterfelde – Goethestraße 7, 12207 Berlin
  • Freiwillige Feuerwehr Zehlendorf – Charlottenburger Straße 10-12, 14169 Berlin
  • Rettungswache Lankwitz – Gallwitzallee 125, 12249 Berlin
Ein Sprecher der Berliner Polizei informiert über den Brand an der Kabelbrücke, der zum großen Stromausfall geführt hat.

© dpa/Michael Ukas

Polizei und Feuerwehr geben außerdem folgende weitere Verhaltenshinweise:

  • Prüfen Sie, ob Sie hilfsbedürftige Angehörige im betroffenen Gebiet haben und nehmen Sie Kontakt zu diesen auf. Prüfen Sie ebenfalls, ob Unterstützung benötigt wird. Nehmen Sie Angehörige gegebenenfalls bei sich auf. 
  • Aufgrund des Stromausfall​s kann es auch zu Heizungsausfällen kommen. Prüfen Sie daher, ob Sie die Möglichkeit haben, bei Freunden oder Verwandten unterzukommen.
  • Nutzen Sie Mobiltelefone sparsam, in dem Sie Ihr Handy in den Flugmodus versetzen. Nutzen Sie das Handy proiritär zur Informationsgewinnung. Falls Sie Powerbanks zur Verfügung haben, können Sie diese heranziehen.  
  • Denken Sie an ältere oder hilfsbedürftige Personen und bieten Sie Hilfe an. Fragen Sie auch Ihre Nachbarn, ob diese Hilfe benötigen.
  • Halten Sie für die Abendstunden Taschenlampen oder batteriebetriebene Leuchten bereit. Vorsicht beim Umgang mit Kerzen – diese sollten nicht unbeaufsichtigt sein.
  • Mit Gas betriebene Heizgeräte und Einweggrills nicht in Innenräumen benutzen. Wärmen Sie sich mit Pullovern und Decken. 
  • Auch wenn es kalt ist, sollte man regelmäßig lüften, vor allem wenn Kerzen brennen.
  • Heiße Getränke oder kleine Mahlzeiten kann man auf einem Gas-Campingkocher zubereiten, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe informiert. Grillen mit Holzkohle oder Gas sollte man aber keinesfalls in der Wohnung. „Es besteht Erstickungsgefahr“, warnt das Bundesamt.
  • Batteriebetriebene Radios oder sogenannte Kurbelradios funktionieren weiterhin. Darüber bekommen Sie alle wichtigen Informationen.
  • Läden und Supermärkte in dem vom Stromausfall betroffenen Gebiet sind geschlossen – aber in Nachbarbezirken und dem Rest von Berlin funktioniert der Strom und man kann einkaufen.
  • Unter anderem die S-Bahnen fahren, wie die S-Bahn Berlin mitteilte. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad sollte man wegen des Schnees besonders vorsichtig sein.

Die Polizei wendet sich mit entsprechenden Hinweisen auch über Lautsprecherwagen, die durch die Straßen fahren, an die betroffenen Menschen.

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