• Böckhstraße in Kreuzberg: Hula-Hoop statt Autoreifen auf der neuen Berliner Spielstraße

Böckhstraße in Kreuzberg : Hula-Hoop statt Autoreifen auf der neuen Berliner Spielstraße

Die erste Berliner Spielstraße startet Richtung Verkehrswende. Bis Ende September gehört ein Teil der Böckhstraße immer mittwochs von 14 bis 18 Uhr den Kindern.

Baustadtrat Florian Schmidt und Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) spielen auf der Böckhstraße.
Baustadtrat Florian Schmidt und Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) spielen auf der Böckhstraße.Foto: Corinna von Bodisco

Viele bunte Kreidestriche auf der Fahrbahn zeigten es deutlich – bis Ende September gehört die Kreuzberger Böckhstraße den Kindern – zumindest teilweise und mittwochs von 14 bis 18 Uhr. Autos müssen draußen bleiben. Die Aktion wurde von einer Anwohnerinitiative geplant und umgesetzt.

Während der Premiere am gestrigen Mittwoch nutzten etwa 150 Kinder die neue Freiheit und nahmen die Straße außer mit Kreide auch mit Bällen, Bobbycars und Hula-Hoop- Reifen in Besitz. Das Wetter passte, nach einem Regenguss am Mittag blieb es trocken. Die Geräuschkulisse glich der eines Schulhofs in der großen Pause. „Solche Projekte sind nötig, denn ohne Autos könnten die Kinder besser leben“, sagte ein Vater, der mit seinem Sohn kam.

Ein kleiner Strich für eine Blume, ein großer für Berlins Verkehrswende? Verkehrssenatorin Regine Günther malt eine Straße an.
Ein kleiner Strich für eine Blume, ein großer für Berlins Verkehrswende? Verkehrssenatorin Regine Günther malt eine Straße an.Foto: DAVIDS/Sven Darmer

Verkehrssenatorin Regine Günther, Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann und Baustadtrat Florian Schmidt (alles Grüne) gaben den mit Wimpeln geschmückten Straßenabschnitt um 15.30 Uhr offiziell zum Spielen frei. Ob es wahrscheinlich sei, dass die Straße bald komplett gesperrt würde?

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„Ziel ist es, viel mehr Zeit als nur vier Stunden pro Woche für solche Spielgelegenheiten zu bieten“, sagte Günther. Wie es nach September weitergeht stehe allerdings noch nicht fest. Anwohner in Warnwesten achten während der Sperrung darauf, dass auch wirklich keine Autos rollen – mit Ausnahme von Rettungsfahrzeugen.

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