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Genehmigt. Die Zukunft des Parklets in Kreuzberg ist gesichert: als Protestplattform „gegen den Mietenwahnsinn“.
© Florian Schmidt

Erneuter Vorschlag zu Parklets in Berlin: Der sitzt, Herr Schmidt!

Trotz aller Kritik will der grüne Baustadtrat mehr Parklets in Kreuzberg. Unser Autor zieht den Hut vor dieser ausgebufften Idee. Eine Glosse.

Von Stephan Wiehler

Niederlagen sind das tägliche Brot des Politikers. Wer sie nicht wegstecken kann, sollte sie zumindest aussitzen können, bis sich eine Gelegenheit bietet, sie in einen Sieg zu verwandeln. Zum Aussitzen bieten sich in Kreuzberg die Parklets an. Auf den Podesten am Straßenrand, die dazu ersonnen wurden, Parkplätze in Aufenthaltsorte für Menschen zu verwandeln, ist immer ein Plätzchen frei. Es will nämlich niemand auf den Inseln mitten im fließenden Verkehr sitzen, es sei denn, er hat schon einen sitzen.

In der Bergmannstraße sollen die Verweilinseln wieder verschwinden. Die CDU hielt das Projekt zur Verkehrsberuhigung, das der grüne Baustadtrat Florian Schmidt vorangetrieben hatte, sowieso für „Murks“. Als sich abzeichnete, dass das berühmte Bergmannstraßenfest, das wirksamste Mittel zur Stilllegung des Autoverkehrs im Kiez, durch die Parklets gefährdet ist, stimmten Ende Januar auch SPD und Linke für den Rückbau.

Aber da haben sie ihre Rechnung ohne Schmidt gemacht. So leicht lässt sich ein politischer Aktivist seine Verweilinseln nicht nehmen. Nun vermeldete Schmidt auf Twitter: „Erstes Protestparklet gegen Mietenwahnsinn genehmigt“.

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Dazu ein Bild von den beantragten Holzpodesten. „Sehen schlimm aus“, kommentierte die SPD-Bezirksverordnete Hannah Sophie Lupper. Falls sie die Gegend derart verschandeln sollten, dass dadurch die Mieten „in den Keller stürzen“, wäre sie für eine flächendeckende Aufstellung im ganzen Bezirk. Brillant, dieser Schmidt!

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