„Die Karre gehört einem Rapper“ : Polizei stellt Mann nach Angeberfahrt

Mit einem Audi RS5 versuchte der 28-Jährige auf Charlottenburgs Straßen ein Rennen zu initiieren. Als die Polizei ihn stellte, erklärte er: der Wagen ist gestohlen.

„Ich wollte nur mal ’ne Runde drehen“, erklärte der Mann bei der Polizeikontrolle nachdem er versucht hatte vor den Beamten zu fliegen.
„Ich wollte nur mal ’ne Runde drehen“, erklärte der Mann bei der Polizeikontrolle nachdem er versucht hatte vor den Beamten zu...Foto: Paul Zinken/dpa

Den Polizisten war das Auto schon auf der Budapester Straße aufgefallen. Ein grauer Audi RS5, 450 PS, neu kostet der Wagen mehr als 80.000 Euro. Das Auto fuhr am Montagabend kurz vor Mitternacht schnell die Budapester Straße entlang, an der Kreuzung zur Kantstraße wendete der Fahrer den Wagen. Ließ den Motor aufheulen, die Reifen durchdrehen.

Die Polizisten folgten ihm. Der Audi RS5 beschleunigte bis zur nächsten Ampel, der Fahrer forderte andere Verkehrsteilnehmer zum Rennen auf. Wieder heulte der Motor auf.

Laut einer Polizeisprecherin parkte der Fahrer dann vor einem Hotel in der Kantstraße. Hochklassig – wie das Auto. Der Fahrer flüchtete zu Fuß. Die Polizeibeamten, das teilte die Behörde bei Twitter mit, stellten ihn wenige Meter später und führten eine Kontrolle durch. Der 28 Jahre alte Mann besaß keinen Führerschein, war zwar nüchtern, dafür fiel ein Drogentest positiv aus.

Zur Überraschung der Beamten erzählte der Mann eine interessante Geschichte: „Die Karre gehört einem Rapper. Ich wollte nur mal ’ne Runde drehen.“ Die Schlüssel habe er an einer Hotelrezeption geklaut, behauptete der 28-Jährige.

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Gegen den Mann wird nun wegen illegalen Rennens, Fahren unter Drogeneinfluss, Fahren ohne Fahrerlaubnis und der unbefugten Nutzung des Wagens ermittelt. Welchem Rapper der Wagen gehört haben soll, ist der Polizei nicht bekannt.

Der Halter des Wagens hat die Autoschlüssel mittlerweile aber wieder bei der Polizei abgeholt. Den Polizisten soll der angebliche Rapper nach Tagesspiegel-Informationen nicht aus „Funk und Fernsehen“ bekannt gewesen sein.

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