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Und ab geht die Reise. Die Tenderlok T3 aus dem Deutschen Technikmuseum wird mit einem Tieflader abtransportiert. Sie soll zur Restaurierung nach Neustrelitz gebracht werden.
© Britta Pedersen/dpa

Berliner Technikgeschichte: Die letzte Reise der 30-Tonnen-Lok

Eine alte Dampflok des Typs T3, die früher in Mariendorf Kohlenzüge schleppte, wird in Neustrelitz restauriert. Am Montag ging die 30-Tonnen-Lok aber per Tieflader auf die Reise.

Grün ist nicht die Farbe, die man bei einer alten Lok erwartet, zumal wenn sie jahrzehntelang Kohlenzüge schleppte. Von 1901 bis 1966 war die preußische T3-Lok als Werkslokomotive im Gasag-Gaswerk Mariendorf im Einsatz. Gebaut wurde sie bei der Firma Schwartzkopff Berlin, sie ist nicht viel herumgekommen. Am Montag ging die 30-Tonnen-Lok aber per Tieflader auf die Reise – vom Technikmuseum in Kreuzberg nach Neustrelitz. Dort wird sie, finanziert von der Gasag und den Freunden und Förderern des Deutschen Technikmuseums, restauriert. Das bedeutet Wasserkästen ohne Rostlöcher, neue Lokschilder und Fenstergitter, ergänzte Laternen und neue Lackierung – in originalem Schwarz.

T3-Lokomotiven wurden von 1882 an gebaut, die letzten hat man 1968 ausgemustert. Über 1300 Exemplare wurden insgesamt gebaut, die eine Höchstgeschwindigkeit vom 40 km/h erreichten. Ein gutes Dutzend Loks gibt es noch, einige sind sogar, anders als die Berliner Lok, noch betriebsfähig.

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