• Empfehlung der Gesundheitsverwaltung gegen Corona: Ältere und chronisch Kranke sollen sich Impfen lassen

Empfehlung der Gesundheitsverwaltung gegen Corona : Ältere und chronisch Kranke sollen sich Impfen lassen

Um Komplikationen im Falle einer Corona-Erkrankung vorzubeugen, sollen sich besonders gefährdete Menschen gegen Keuchhusten oder Pneumokokken impfen.

Im Institut für Virologie an der Charité laufen Untersuchungen zum Coronavirus.
Im Institut für Virologie an der Charité laufen Untersuchungen zum Coronavirus.Foto: Christophe Gateau/picture alliance/dpa

Für einen besseren Schutz vor Komplikationen im Fall einer Infektion mit dem neuen Coronavirus empfiehlt die Berliner Gesundheitsverwaltung älteren und vorerkrankten Menschen Impfungen gegen Keuchhusten und Pneumokokken. „Die bisherigen Erkenntnisse über das neuartige Coronavirus zeigen, dass besonders über 60-jährige Menschen und chronisch Kranke gefährdet sind“, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Keuchhusten und Pneumokokken zählten zu den häufigsten Erregern, die eine Infektion der Lunge auslösen können, hieß es.

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„Eine bereits mit einem Krankheitserreger befallene Lunge kann auch noch von einem zweiten (oder dritten) Erreger - hier dem Coronavirus - angegriffen werden.“ Eine derartige Komplikation würde die Behandlung sehr erschweren und Betroffene besonders gefährden. „Da die Pandemie nach der Entwicklung in Italien auch in Deutschland wahrscheinlicher geworden ist, müssen wir neue Maßnahmen ergreifen, um besonders gefährdete Teile der Bevölkerung zu schützen“, teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) mit. Die Situation sei „hochdynamisch“.

In Deutschland wurden am Dienstag zwei Fälle bekannt

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In Deutschland waren am Dienstagabend zwei neue Fälle und am Mittwoch ein Fall von Sars CoV-2 bekanntgeworden. Laut Gesundheitsverwaltung sollen Menschen, die in den vergangenen zwei Wochen in den Risikogebieten waren und Symptome aufweisen, zu Hause bleiben und das zuständige Gesundheitsamt anrufen. Der Amtsarzt entscheide je nach Situation des Patienten über das weitere Vorgehen. „Alle Kontaktaufnahmen sollten zuerst telefonisch stattfinden. Der direkte Kontakt zu anderen Personen sollte vermieden werden“, wurde betont. (dpa)

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