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Feuer in Brandenburg : Waldbrände gelöscht

Schon wieder hat es auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen in Jüterbog und Lehnin gebrannt, auch in Baruth brannte es am Montag. Jetzt sind die Feuer gelöscht.

Ein Hubschrauber nimmt Wasser zum Löschen auf. Von den Bränden sind die ehemaligen Truppenübungsplätze Lehnin und Jüterbog betroffen.
Ein Hubschrauber nimmt Wasser zum Löschen auf. Von den Bränden sind die ehemaligen Truppenübungsplätze Lehnin und Jüterbog...Foto: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa

In Brandenburg sind erneut Brände auf ehemaligen Truppenübungsplätzen ausgebrochen – betroffen waren diesmal Lehnin und Jüterbog, zudem ein Areal in Baruth. Gegen 14.30 Uhr brach der Waldbrand bei Lehnin (Potsdam-Mittelmark) aus, wie das Umweltministerium auf Nachfrage am Montag mitteilte. Nur wenige Minuten später schlug das Warnsystem in Jüterbog (Teltow-Fläming), östlich des Keilbergs, Alarm. Innerhalb einer Stunde habe sich der Brand dort deutlich ausgeweitet, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel. Zunächst hatte der RBB über die Feuer berichtet.

Nach Angaben des Lagedienstes der Brandenburger Polizei brannten in Jüterbog am frühen Abend drei Hektar Wald. Weil der Boden auf dem Gelände mit Munition belastet ist, kamen die Feuerwehrleute zunächst nicht an den Brand heran, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle sagte. Es waren Feuerwehren aus Jüterbog und Niedergörsdorf mit insgesamt 11 Fahrzeugen vor Ort.

Der Brand in Lehnin konnte am Abend gelöscht werden, wie der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel der dpa sagte. Allerdings sei an anderer Stelle im Kreis Teltow-Fläming ein weiteres Feuer ausgebrochen. Auch der Brand in Baruth konnte am Abend gelöscht werden, ebenso das Feuer in Jüterbog, wie der RBB berichtet.

Die vergangenen Tage waren trocken, einige Schauer konnten daran kaum etwas ändern. Die Waldbrandgefahr in Brandenburg ist darum zuletzt wieder angestiegen. Mehr als 350 Mal hat es bislang in diesem Jahr in Brandenburgs Wäldern gebrannt. Am Montag herrschte nach Angaben des Umweltministeriums fast im gesamten Land die Gefahrenstufe 4 von 5 für Waldbrände, nur im Spree-Neiße-Kreis galt die mittlere Gefahrenstufe 3.

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Auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes Jüterbog ist es schon mehrfach zu Bränden gekommen, zuletzt Ende Juli. Löscharbeiten auf dem Areal werden dadurch erschwert, dass der Boden hier mit Munition verseucht ist. Bis 1992 wurde das Gelände militärisch genutzt, Kampfmittel lagern auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz noch immer im Boden. Daher müssen Einsatzkräfte der Feuerwehr einen Abstand zum Brand halten, um sich nicht zu gefährden. So kommen sie aber bisweilen nicht richtig an das Feuer heran. (mit dpa)

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